Großflächige Plakate in den Fernbahnhöfen von Frankfurt am Main, Hannover, Dortmund und Würzburg sollen ab nächster Woche junge Leute nach Berlin locken – um dort Lehrer oder Erzieher zu werden. „Du hast unseren Kindern gerade noch gefehlt!“, wird auf den Plakaten in großen, roten Buchstaben geschrieben stehen. Der Spruch passe zu Berlin, heißt es in der Bildungsverwaltung. Hart, aber herzlich eben(d). Gerne hätte man noch in weiteren Zentralbahnhöfen geworben, doch dort waren die Werbeflächen wegen des heraufziehenden Weihnachtsgeschäftes schon ausgebucht. Stattdessen verteilt man nun zahlreiche Postkarten überall in Deutschland in Kinos und Cafés, schaltet Anzeigen – und an diesem Donnerstag verschenken Promotion-Teams an den Unis in Dortmund und Düsseldorf Pfannkuchen mit der Aufschrift „Probier mal Berliner.“ Ein kleines Wortspiel, weil die Pfannkuchen woanders Berliner genannt werden.

Die Personalnot ist groß. Mit der bisher beispiellosen deutschlandweiten Werbekampagne will der Senat auch im kommenden Jahr genug Menschen finden, die die freien Lehrerstellen besetzen. Von ausgebildeten Pädagogen spricht man schon nicht mehr. Fast die Hälfte der zuletzt eingestellten Lehrer waren nicht pädagogisch ausgebildete Quereinsteiger, besonders viele davon an Grundschulen.

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