Für klare Ansagen ist an der Baustelle des Flughafens BER eigentlich Hartmut Mehdorn zuständig. Diesmal aber hat sein Vorstandskollege für Technik, Horst Amann, die Offensive gesucht. In einem Brief an den Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) beschuldigte Amann seinen obersten Chef Mehdorn praktisch, die Probleme beim Bau zu ignorieren und so die Fertigstellung zu lähmen. Damit ist es zwischen den beiden wichtigsten Männern am BER endgültig und offen zum Bruch gekommen.

Seit Monaten sticheln und arbeiten die beiden gegeneinander, bisher hinter den Kulissen. Mehdorn hält seinen Technikvorstand für einen Bedenkenträger und Bremser, der allzu sehr auf Perfektion setzt und dabei das Ziel aus den Augen verliert: eine möglichst rasche Eröffnung des Pannenflughafens. Im Juni drohte er, wer „jetzt noch Schleifchen machen will, kriegt auf die Finger“. Zudem betrachtete er es als illoyal, dass Amann im Aufsichtsrat eigene Vorschläge für eine vorgezogene Teileröffnung des BER präsentierte, ohne vorher mit ihm darüber zu sprechen.

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