Berlin - „Das weiß-rosa-grau schimmernde Organ mit seiner komplexen Anatomie bietet ein höchst ästhetisches, völlig unblutiges und friedliches Bild“, so schildert Peter Vajkoczy das menschliche Gehirn. Der Neurochirurg an der Berliner Charité hat in seinem Leben Tausende Gehirne gesehen. Und er empfindet immer wieder neu „Respekt vor diesem erhabensten Ergebnis der Schöpfung, das da vor einem pulsiert“. Es sei wie ein eigenständiges Lebewesen, besitze sogar eine Art Emotionalität. „Wenn das Gehirn verletzt ist, dann fängt es an zu schwellen, plustert sich auf, die Blutgefäße ziehen sich beleidigt zurück“, sagt Vajkoczy. „Manchmal ist es auch ein ‚red and angry brain‘, wie man im Englischen sagt“ – also rot und zornig. Und bei Operationen sei ein entspanntes Gehirn, ein „slack brain“, sehr wichtig. Es könne über Erfolg und Niederlage entscheiden.

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