Zwei Bewerber für das Amt des Regierenden Bürgermeisters stehen mit SPD-Fraktionschef Raed Saleh und dem Landesvorsitzenden Jan Stöß bereits fest. Am Mittwochabend hat auch Christopher Lauer von den Berliner Piraten per Twitter Interesse angemeldet und führt seitdem einen fast schon rauschhaften Dialog mit seinen 27.300 Followern, bei dem keine Frage unbeantwortet bleibt. Er weiß nur bislang nicht, wohin er seine Bewerbung schicken soll. Empfehlung der SPD Berlin: „Wunschbriefe bitte an den Weihnachtsmann in Himmelpfort“.

Jeder bekommt ein Eis

Unabhängig davon hat Lauer seinen Wahlkampf bereits durchgeplant. „Ich würde mich in jedem Kreisverband vorstellen, im Notfall sogar in den Ortsverbänden. Jeder bekommt ein Eis. Alle wären glücklich.“ In einer Umfrage sieht sich Lauer bereits bei 44 Prozent. Und damit weit vor seinen Mitbewerbern. „Jetzt ist es amtlich“, schreibt er. „Der Ruf hat mich ereilt.“

Zur Sicherheit will er seine Stimmen aber noch einmal in einer öffentlich-rechtlichen Rankingshow auszählen lassen. Lauer, der gefühlt mehrmals pro Sekunde twittert, hat auch schon ganz konkrete Vorstellungen, wie und mit wem er Berlin künftig regieren will. Ob Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) im Amt bleibe, will einer seiner Follower wissen. „Heilmann bleibt. Der kickt sich noch früh genug selbst aus dem Amt“, lautet die Antwort des innenpolitischen Sprechers im Abgeordnetenhaus.

Hasselhoff als Gesandter

Darüber hinaus will Lauer Cannabis legalisieren, die U55 bis zum FLughafen Tegel verlängern, weniger Arbeit bei gleichem Gehalt durchsetzen und den früheren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck von der SPD zum Aufsichtsratsvorsitzenden des BER berufen. Ach ja, und David Hasselhoff soll Gesandter für besondere Aufgaben werden. Seinen Sommersitz will Lauer übrigens im Artemis beziehen – dem Bordell an der Autobahn.

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