Berlin - Der Coup ist geglückt. Gut ein halbes Jahr wurde hinter verschlossenen Türen verhandelt, jetzt konnte Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) stolz Vollzug melden. „Wir haben ein Zeichen gesetzt“, sagte er am Mittwoch, „damit es im Spreepark endlich vorangehen kann.“ Wie berichtet, hat der landeseigene Liegenschaftsfonds das Erbbaurecht vom insolventen Spreepark-Betreiber zurückgekauft. Gut zwei Millionen Euro hat Berlin dafür bezahlt – laut Nußbaum eine gute Investition: „Berlin hat jetzt wieder die volle Verfügungsgewalt über sein Grundstück.“

Seit 13 Jahren liegt das knapp 30 Hektar große Spreepark-Gelände im Plänterwald brach. Nach der Insolvenz der Spreepark GmbH waren alle Versuche eines Neuanfangs gescheitert. Investoren schreckten vor den hohen Schulden zurück, die sich aufgetürmt hatten. Zuletzt waren es insgesamt rund 30 Millionen Euro – Schulden bei Kredit- und Grundschuldzinsen, Pacht, Steuern. „Wir wollten nicht, dass es noch 50 Jahre so weitergeht“, sagte der Finanzsenator. Der Erbbaupachtvertrag sollte noch bis 2061 laufen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.