Im Juni blickt Seyhan F. aus ihrem Fenster im ersten Stock hinaus auf den Kreuzberger Hinterhof, in ihren Garten. Es wird das letzte Mal für eine lange Zeit sein, dass sie auf die etwa 40 Quadratmeter schaut. Denn sie sieht zum ersten Mal in ihrem Leben das, was man einen Rattenturm nennen könnte: mehrere Ratten, die wie verknotet übereinander gekuschelt auf dem Boden liegen, sich wieder trennen und zueinander drängen. Sie wirken, als seien sie an den Schwänzen zusammengebunden, als formten sie ein gemeinsames großes Tier, einen sich bewegenden und quiekenden Fellhaufen.

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