BerlinDas Flughafenprojekt in Schönefeld war über Jahre hinweg für Negativschlagzeilen gut. Nicht alle stimmten vollumfänglich, aber die meisten schon. Zur Eröffnung des BER hier ein Überblick über einige Themen, die für Ärger sorgten.

Streit um den Standort. Noch bevor die ersten Pläne gezeichnet wurden, gab es Zoff. Eigentlich dürfte der Flughafen BER nicht in Schönefeld südöstlich von Berlin stehen – wenn es nach dem 1994 beendeten Raumordnungsverfahren gegangen wäre. Im Gegensatz zu Sperenberg und Jüterbog Ost wurde der Standort Schönefeld Süd als ungeeignet bewertet. Er entspräche nicht den Erfordernissen, sagte der damalige Umweltminister Matthias Platzeck. Ministerpräsident Manfred Stolpe (ebenfalls SPD) teilte 1995 mit, er werde einem Bau in Schönefeld nicht zustimmen, „weil ein Flughafen dort unmenschlich wäre“. Doch Berlin lehnte die Alternativen ab. Sperenberg sei für „viele West-Berliner unendlich weit weg, fast schon Sibirien“, erfuhr Stolpe. Nicht nur Berlins damaliger Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU), auch Grüne waren gegen Sperenberg. Der Bund ebenfalls, so Stolpe: Weil dort rund um die Uhr geflogen werden dürfte, drohte den Luftdrehkreuzen Frankfurt am Main und München Konkurrenz. 1996 fassten Berlin, Brandenburg und der Bund den Konsensbeschluss: Der Flughafen soll in Schönefeld Süd entstehen – obwohl dort viel mehr Menschen leben.

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