Die Nacht nach dem Pokalendspiel war weitest gehend ruhig. Vereinzelt kam es zu Pöbeleien und Körperverletzungen. Nach Informationen der Polizei wurden 50 Strafverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Abbrennen von Pyrotechnik eingeleitet. 45 Personen mussten vorübergehend festgenommen werden. Die Polizei meldete vier verletzte Beamte, von denen drei im Dienst verblieben.

In der Kreuzberger Lindenstraße fielen gegen 22.30 Uhr grölende und pöbelnde Jugendliche auf. Eine Hundertschaft der Polizei kümmerte sich darum und überzeugte die Fans ruhiger zu werden. Am U-Bahnhof Schillingstraße musste ein BVB-Anhänger behandelt werden. Zeugen hatten die Feuerwehr alarmiert, weil er bewusstlos war. Als die Notärztin eintraf, war der Mann wieder bei Bewusstsein.

Zur selben Zeit gegen 2.30 Uhr kam es zu einer Schlägerei zwischen BVB-Fans in der Rankestraße in Charlottenburg. Die Polizei beendete die Auseinandersetzung.

Ein Schwerpunkt am frühen Sonntagmorgen war der Sky-Club am Alexanderplatz. Dort musste ein 25 Jahre alter BVB-Anhänger aus Berlin von einem Notarzt behandelt werden. Er erklärte der Polizei, dass er an den Haaren aus dem Club gezogen und anschließend geschlagen und getreten worden sei. Außerdem sei ihm Geld gestohlen worden, so das Opfer. Während des Überfalls sei ihm die Nase gebrochen worden. Die Türsteher und andere Zeugen bestätigten die Version des Mannes nicht, bei dem zwei Promille Alkohol im Atem gemessen wurden. Die Polizei ermittelt wegen Raubes.

Weniger Arbeit hatte die Polizei nach dem Public Viewing in Tempelhof. Ein paar Fans zündeten zwar Böller. Verletzt wurde aber niemand.