Schon mal überklebt: Das Schild Mohrenstraße mit dem neuen Namen.
Schon mal überklebt: Das Schild Mohrenstraße mit dem neuen Namen.
Foto: Imago Images

Berlin - Mit einem Basta-Beschluss beenden SPD und Grüne die öffentliche Debatte über die Umbenennung der Mohrenstraße in Mitte. Der seit 300 Jahren geltende Straßenname wird ohne weitere Diskussion in Anton-Wilhelm-Amo-Straße geändert. Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte stimmte dem von jeder Bürgermitsprache bereinigten Verfahren am späten Donnerstagabend nach hitziger Diskussion mit 21 Ja- und zwölf Neinstimmen bei sieben Enthaltungen zu. Damit entsprach sie dem Antrag von SPD und Grünen, „unverzüglich“ den Prozess zur Umbenennung zu starten. Bevölkerungsbeteiligung ist nicht vorgesehen. Stadtgesellschaft sowie Anrainerinnen und Anrainer werden informiert. Das sonst wichtige Kriterium, bis auf weiteres nur noch Frauennamen zu vergeben, wird übergangen. Die grüne Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hatte noch vor kurzem gewarnt, „Schnellschüsse seien in dieser Frage wirklich nicht angebracht“ und ein „offenes Verfahren“ gefordert, und zwar unter Beteiligung von Verbänden, Initiativen und Anrainern.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.