„Verraten, verkauft, denunziert“ - nach dem Exzess von Berliner Polizisten in Hamburg äußert sich jetzt einer der Vorgesetzten. Dabei geht der Beamte, der anonym bleiben möchte, auf die Vorwürfe ein, dass die Hamburger Kollegen die Berliner denunziert hätten.

„Niemand verspricht mir die Aufklärung, ob der Sicherheitsdienst die Anweisung bekam, uns in der Freizeit auszuspionieren“, erklärt er. Der private Wachdienst soll vom Hamburger Einsatzleiter angewiesen worden sein, die 220 Bereitschaftspolizisten aus Berlin auszuspionieren und jede Auffälligkeit zu fotografieren.

Der „Sicherheitsdienst“ habe „von uns im Vorfeld Ansprechpartner und Telefonnummer bekommen“, um Probleme sofort zu melden. Dies passierte aber die ganze Nacht nicht. Der erfahrene Polizist geht auch auf die merkwürdige Unterbringung ein. „Man quartierte noch eine auswärtige Einheit direkt neben unsere Container, wobei sie ursprünglich in einem Hotel untergebracht werden sollten.“ Es gab keinerlei Anrufe von Anwohnern wegen Ruhestörung, heißt es.

„Wir fühlen uns alleine gelassen und als Schlachtvieh vorgeführt, in einem Streit den ein Polizeiführer innerlich wohl nie verkraftet hat und ihn zum Politikum macht. Egal wie die Sache ausgeht. Eine Lachnummer bleiben wir“, weil man auf „diese Falle Hamburgs“ reingefallen sei.