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Grafik: Archiv

Berlin-WeddingAm Sonnabend kam es zu Streitigkeiten zwischen zwei Personengruppen in Wedding. Im Verlauf der Auseinandersetzung zog einer der Beteiligten dann eine nach Polizeiangaben scharfe Schusswaffe und eröffnete das Feuer. Ob dabei jemand verletzt wurde, ist noch nicht bekannt. Die Polizei vermutet die Hintergründe im Drogenmilieu.

Ersten Erkenntnissen zufolge sollen etwa zehn Personen um kurz nach 18 Uhr in zwei etwa gleichstarken Gruppen an der Kreuzung Nazarethkirchstraße Ecke Maxstraße in Streit geraten sein. Hierbei soll dann ein „bisher unbekannt gebliebener Mann aus einer der Gruppen heraus mehrfach gezielt in den Boden vor einem Kontrahenten der anderen Gruppe geschossen haben“, so ein Polizeisprecher.

Anschließend sei die Gruppe, aus der zuvor geschossen worden war, geflüchtet und in die Maxstraße in Richtung Utrechter Straße gerannt. Dabei soll dann „ein weiteres Mal scharf geschossen worden sein“. Ob dabei jemand getroffen und verletzt wurde oder nicht, kann die Polizei derzeit noch nicht mit Sicherheit sagen.

Zwar hatten Zeugen den Notruf gewählt. Doch als die Einsatzkräfte wenig später am Tatort eintrafen, waren sowohl der Schütze als auch der Mann, auf den geschossen worden war, verschwunden.

„Weitere am Streit Beteiligte wurden nach ihrer Identitätsfeststellung vor Ort entlassen. Sie wollten sich zunächst nicht zu den Hintergründen der Auseinandersetzung äußern“, so der Polizeisprecher weiter. Es könne derzeit „nicht ausgeschlossen werden, dass es sich eventuell um eine Tat im Drogenmilieu“ handelt.

Die weiteren Ermittlungen hat zunächst die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Eins übernommen. Ob zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise eine Mordkommission übernimmt, steht derzeit noch nicht fest.