Berlin - Die Berliner Polizei hat mit einer emotionalen Botschaft im Internet auf eine Stein-Attacke gegen Polizeiwagen reagiert. „In unseren Fahrzeugen befinden sich Menschen“, schrieb das Social-Media-Team am Sonntag auf Facebook und postete ein Video mit Bildern der demolierten Wagen.

Unbekannte hatten in Berlin-Mitte mehrere Polizeiwagen mit Steinen beworfen. Dabei wurden in der Nacht fünf Fahrzeuge stark beschädigt. Ein Polizist wurde am Auge und im Gesicht verletzt, wie die Sicherheitskräfte mitteilten.

Bis zum Sonntagabend hatten tausende Menschen die Botschaft bei Facebook mit „Likes“ unterstützt. „Die Polizistinnen und Polizisten leisten eine harte Arbeit. Sie haben es nicht leicht“, heißt es in dem Text. „Die vielen Überstunden, wechselnde Dienste – auch an Wochenenden und in der Nacht, unvorhersehbare Alarmierungen, von all dem können auch die Familien und Angehörigen zur Genüge berichten.“

Polizistinnen und Polizisten seien Männer und Frauen, Väter und Mütter, Freundinnen und Freunde, die sich für diese Entbehrungen bei der Berufswahl entschieden hätten. „Wofür sie sich jedoch nicht entschieden haben – und was sie sich auch nicht gefallen lassen müssen, sind solche feigen Angriffe.“

Außenminister Frank-Walter Steinmeier reagiert

Unterstützung kam vom Bundesinnenministerium via Twitter: Es sei „eine Botschaft, die wir wichtig finden und gerne teilen“. Außenminister Frank-Walter Steinmeier schrieb der Berliner Polizei bei Facebook: „Herzlichen Dank für Ihre tägliche Polizeiarbeit in unserer Bundeshauptstadt Berlin!“

Laut Polizei wurde gegen 2 Uhr ein Streifenwagen des Objektschutzes in der Köpenicker Straße Ecke Adalbertstraße angegriffen. Als wenig später vier Polizeiwagen zur Unterstützung eintrafen, wurden auch diese mit Steinen beworfen. Die Täter entkamen unerkannt. Die Polizei vermutet einen politischen Hintergrund, der Staatsschutz ermittelt.

Polizei „kein Freiwild für linke Chaoten“

Der innenpolitische Sprecher der Berliner CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Burkard Dregger, verurteilte die Tat. Er forderte den Senat auf, „ein Zeichen des Respekts und der Wertschätzung für die Polizei zu setzen“. Polizeibedienstete seien „kein Freiwild für linke Chaoten“. (dpa)