Polizeibericht aus Berlin und Brandenburg vom 16.09.2018

Charlottenburg

Jugendlicher beraubt und niedergestochen – Verdächtiger festgenommen

Ein Jugendlicher ist in Berlin-Charlottenburg beraubt und niedergestochen worden. Der mutmaßliche Räuber, ein flüchtiger Bekannter des Teenagers, wurde wenig später in der Nacht zum Sonntag in seiner Wohnung festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Demnach soll der Verdächtige dem 16-Jährigen den Rucksack von der Schulter gerissen und ihm in den Oberkörper gestochen haben. Anschließend sei der 18-Jährige mit dem Rucksack geflohen.

Der 16-Jährige sagte aus, den Angreifer flüchtig zu kennen. Bei dem Mann soll es sich laut Polizei um einen ihr bekannten Intensivtäter handeln. Als die Beamten seine Wohnung durchsuchten, fanden sie eine Schreckschusspistole und ein Messer. Der Verbleib des Rucksacks blieb zunächst ungeklärt. Der 18-Jährige sollte am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden. (dpa) 

Potsdam

100 Linke an AfD-Stand – Polizei muss einschreiten

Brenzlige Situation an einem Informationsstand der AfD in Potsdam: Am Samstagnachmittag sind plötzlich rund 100 linksgerichtete Aktivisten vor dem mit 25 Leuten besetzten Stand der Rechtspopulisten aufgetaucht. Die Polizei musste einschreiten, ihr gelang es, die beiden Gruppen auseinanderzuhalten, wie das Lagezentrum in Brandenburg in der Nacht zum Sonntag mitteilte. Die AfD-Mitglieder verließen den Ort und stiegen in einen Linienbus ein. Dabei flog aus dem linken Lager eine Flasche gegen den Bus. Verletzt wurde niemand. Die Polizei nahm die Personalien einiger Aktivisten auf. (dpa)

Frankfurt (Oder)

Dritter Tatverdächtiger nach Gewalt in Frankfurter Club

Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen in und vor einem Club in Frankfurt (Oder) gibt es inzwischen einen dritten Tatverdächtigen. Gegen den 39 Jahre alten Syrer sei am Freitag Haftbefehl unter anderem wegen Landfriedensbruchs beantragt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) am Samstag auf Anfrage.

Ob Haftbefehl erlassen wurde, blieb zunächst unklar. Zwei Beschuldigte sitzen bereits in Untersuchungshaft.
Der Syrer soll zu einer Gruppe gehören, die Ende August mit Eisenstangen und Messern auf Besucher des „Frosch“-Clubs losgegangen sein soll. Auch Rufe wie „Allahu Akbar“ (Allah ist groß) sollen gefallen sein. Auslöser der Auseinandersetzungen war den Angaben nach ein Streit zwischen zwei Syrern und einem Deutschen. Die beiden Syrer sollen dann Verstärkung geholt haben. Ein Mensch erlitt eine Schnittwunde, ein weiterer wurde von einem Stein getroffen. (dpa)

Reinickendorf

Mehrere Motorräder und Autos bei Brandstiftungen beschädigt

Unbekannte haben im Märkischen Viertel in Berlin-Reinickendorf die Abdeckplanen von zwei Motorrädern in Brand gesetzt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, ging die erste Plane am Samstagabend gegen 21.00 Uhr auf dem Wilhelmsruher Damm in Flammen auf. Zwei Motorräder, drei Roller und drei Autos wurden den Angaben zufolge bei dem Brand zum Teil komplett zerstört. Eine halbe Stunde später sei auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Schutz eines weiteren Krads in Brand gesetzt worden. Das Motorrad wurde den Angaben zufolge nicht beschädigt. Menschen sind bei den Bränden nicht zu Schaden gekommen, hieß es. Die Kriminalpolizei ermittelt. (dpa) 

Reinickendorf

Schlägerei vor Möbelgeschäft – mehrere Verletzte

Eine Schlägerei vor einem Möbelgeschäft in der Ollenhauer Straße endete am frühen Sonntagmorgen für mehrere Beteiligte im Krankenhaus. Am Morgen kam es  in Reinickendorf zu einer handfesten. Auch eine Schaufensterscheibe ging zu Bruch. Die Hintergründe sind unklar. (BLZ)

Prenzlau

Auto kommt von Fahrbahn ab - Fahrer stirbt am Unfallort

Bei einem Unfall in der Nähe von Prenzlau (Uckermark) ist ein Autofahrer ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war der Wagen am Sonntagmorgen auf der Landstraße 15 zwischen Gollmitz und Berkholz aus noch ungeklärter Ursache links von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Demnach starb der Fahrer noch am Unfallort. Weitere Angaben zu dem Mann lagen zunächst nicht vor. (dpa) 

Neukölln

Geldbote bei Überfall verletzt - Polizei sucht Zeugen

Bei einem Überfall am Nachmittag gegen 15.25 Uhr in Neukölln ist ein Geldbote leicht verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen begab sich der 38-Jährige in den Real-Markt, der sich in dem Einkaufszentrum Neuköllner Tor in der Karl-Marx-Straße befindet, und holte einen Geldbehälter ab. Sein Kollege wartete währenddessen im Geldtransporter vor dem Einkaufszentrum. Auf dem Rückweg wurde der Geldbote kurz vor den Kassen im Markt von hinten von zwei maskierten Männern attackiert. Die Täter schlugen dem Mann auf den Arm sowie den Kopf und entrissen ihm den Geldbehälter sowie den Revolver. Anschließend flüchteten die Maskierten über einen Notausgang und weiter mit Fahrrädern vom Tatort. Ein Raubkommissariat beim LKA übernahm die Ermittlungen und fragt:

• Wer hat vor dem Überfall verdächtige Beobachtungen im Einkaufszentrum Neuköllner Tor, im Real-Markt oder in der Nähe gemacht?

• Wer hat den Überfall gesehen und kann Angaben zu den Tätern machen?

• Wer hat nach dem Überfall in der Umgebung des Einkaufszentrums verdächtige Beobachtungen gemacht?

• Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (030) 4664-944201, per E-Mail unter lka442@polizei.berlin.de zu melden. (BLZ)