Wedding 

Nach Fund von Frauenleiche zwei Tatverdächtige in Haft

Nach dem Fund einer Frauenleiche in Berlin vor gut einer Woche ist Haftbefehl gegen zwei Tatverdächtige erlassen worden. Das sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag. Das Paar war am Sonntag am Flughafen Schönefeld unter Mordverdacht festgenommen worden. Gegen den 36-Jährigen und seine 27 Jahre alte Begleiterin besteht laut Polizei der dringende Verdacht des gemeinschaftlichen Mordes. Die in Stoff gewickelte Leiche war vor einer Woche auf einem Gehweg der Fehmarner Straße in Berlin-Wedding neben einem Bauschuttcontainer entdeckt worden. Eine Obduktion ergab, dass die 55-Jährige aus Reinickendorf unter massiver Gewalteinwirkung starb. (dpa)

Marzahn-Hellersdorf

Betrunkene Frau schlägt auf Lokführer ein

Am Neujahrsmorgen ist eine 31-Jährige vollkommen unvermittelt auf den Lokführer eines Zuges der Niederbarnimer Eisenbahn losgegangen. Die laut Bundespolizei stark alkoholisierte Polin wirkte bereits während der Fahrt in Begleitung eines Mannes aufgebracht und äußerte sich aggressiv. Zwischen den Bahnhöfen Strausberg und Berlin-Mahlsdorf begab sich die Frau plötzlich in den vorderen Teil des Zuges, schlug im Führerstand dem Lokführer unvermittelt mit der flachen Hand ins Gesicht und auf den Kopf. Ein zufällig im Zug mitfahrender Beamter der Berliner Polizei nahm die 31-Jährige vorläufig fest. Der Lokführer blieb im Dienst, gegen die Frau wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Körperverletzung ermittelt. (BLZ)

Lichtenberg

Unbekannter bewirft Familie absichtlich mit Böllern

Ein Unbekannter hat in der Silvesternacht eine Familie offenbar absichtlich mit Böllern beworfen und sie fremdenfeindlich beleidigt. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine 33-jährige Frau den Vorfall am Neujahrstag angezeigt. 

Die Frau hatte mit ihren beiden Nichten und ihrem Neffen vor einem Wohnhaus in der Rhinstraße in Friedrichsfelde gestanden, als der Mann gezielt einen Böller in Richtung der Familie warf, der unmittelbar neben ihrem Fuß explodiert. Als die 33-Jährige daraufhin zu dem Mann ging und ihn ansprach, lachte dieser nur und beleidigte sie fremdenfeindlich. Als der Ehemann der 33-Jährigen hinzukam und drohte die Polizei zu alarmieren, flüchtete der Unbekannte zusammen mit einem weiteren Mann. (BLZ)

Neukölln

Jugendliche schießen mit Schreckschusswaffe auf Streifenwagen

In Berlin-Neukölln haben Jugendliche mit Schreckschusswaffen auf Streifenwagen gezielt. Drei junge Leute hätten am Neujahrsabend damit ein Auto beschossen, in dem zwei Polizisten saßen, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Die Angreifer standen den Angaben zufolge in einer Gruppe von rund zwanzig Jugendlichen, die die Schützen laut angefeuert haben sollen.

Die Kollegen seien zunächst weiter gefahren und hätten Verstärkung angefordert. Als sie zusammen mit einer weiteren Streifenwagen-Besatzung zurückkehrten, wurden beide Autos beschossen. Dabei geriet ein in der Nähe parkender Wagen in Brand. Die Besatzungen der beiden Polizeiautos brachten sich zunächst in Sicherheit.

Die Polizei schickte daraufhin weitere Verstärkung an den Tatort in der Sonnenallee. Als die eintraf, waren die Täter und die umstehenden Jugendlichen weg. Verletzt wurde bei dem Angriff niemand, an den Polizeiwagen entstand kein Schaden. (dpa) 

Schmargendorf

Mann stirbt bei Wohnungsbrand

Bei einem Wohnungsbrand in Berlin-Schmargendorf ist ein Mann ums Leben gekommen. Feuerwehrmänner fanden den Leblosen am Dienstag bei den Löscharbeiten in der Wohnung im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Ein Notarzt stellte den Tod fest, wie die Feuerwehr mitteilte. Warum Feuer ausgebrochen war, blieb zunächst unklar. „Die Wohnung stand in Vollbrand“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Trotzdem habe man die Flammen recht schnell unter Kontrolle bringen können. Rund 20 Feuerwehrmänner waren am Flinsberger Platz im Einsatz. (dpa) 

Lichtenrade

Scheiben von Bürgerbüro eingeworfen

Unbekannte haben am Neujahrstag ein Bürgerbüro in Lichtenrade beschädigt. Ein Zeuge hatte gegen 16 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem er festgestellt hatte, dass insgesamt sieben Scheiben des Büros in der John-Locke-Straße offenbar mit Steinen beschädigt worden waren. Alle Scheiben waren gesplittert, ein Eindringen in das Büro war dadurch jedoch nicht möglich. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. (BLZ)

Plötzensee

Weiterer entflohener Häftling stellt sich

Fünf Tage nach einem aufsehenerregenden Ausbruch aus dem Berliner Gefängnis Plötzensee ist einer der vier Ausbrecher freiwillig zurückgekehrt. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) twitterte am Dienstag: „Einer der vier Entflohenen vom 28.12. hat sich gerade mit seinem Anwalt gestellt. Er wird nun in eine Anstalt mit höheren Sicherheitsvorkehrungen verlegt.“

Am Montag waren zwei weitere Gefangenen aus Plötzensee geflüchtet. Einer der beiden Männer meldete sich noch abends zurück. (dpa)

Friedrichshain

Zwei Menschen von U-Bahn erfasst – eine Tote

Auf dem U-Bahnhof Weberwiese in Berlin-Friedrichshain sind in der Nacht zum Dienstag zwei Menschen von einer U-Bahn erfasst worden. Eine Frau starb, ein Mann wurde schwer verletzt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Polizei gehe von einem Suizid aus, sagte die Sprecherin. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die beiden geschubst wurden oder auf sonstige Fremdeinwirkungen. Die U-Bahnlinie 5 war vorübergehend unterbrochen. (dpa)

Anmerkung der Redaktion: Wir haben uns entschieden, in der Regel nicht über Selbsttötungen zu berichten, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund ist die hohe Nachahmerquote. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110-111 oder 0800-1110-222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus scheinbar aussichtslosen Situationen aufzeigen konnten.