Polizeibericht aus Berlin vom 08.09.2018

Spandau

Eine 67-Jährige soll fremdenfeindlich beleidigt und geschlagen worden sein. Die Iranerin war Zeugen zufolge am Samstag am Kladower Damm in Spandau mit einer anderen Frau aus dem Bus gestiegen, wie die Polizei mitteilte. Dabei soll die andere Frau, eine 53 Jahre alte Deutsche, die 67-Jährige fremdenfeindlich beleidigt und geschlagen haben. Die Iranerin flüchtete anschließend auf die andere Straßenseite, wo Zeugen die Polizei alarmierten. Die 53-Jährige bestreitet die Tat. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. (dpa)

Köpenick

Jugendliche attackieren Frau in Bus

Mehrere Jugendliche haben am Freitagabend in einem BVG-Bus eine Frau angegriffen. Wie die Polizei berichtete, schlugen aus einer Gruppe heraus drei Jugendliche gegen 23.30 Uhr im Bus der Linie 169 an der Haltestelle Gehsener Straße Ecke Semliner Straße auf die 57-Jährige ein - warum, ist unklar. Die Frau erlitt leichte Verletzungen.

Darüber hinaus soll die Jugendgruppe die Frontscheibe und Einstiegstür des Busses beschädigt haben. Alarmierte Beamte überprüften insgesamt 14 Jugendliche in der näheren Umgebung. Der Tatverdacht der Körperverletzung und Sachbeschädigung erhärtete sich bei einem 16- und 18-Jährigen sowie einer 16-jährigen Begleiterin. Während der 18-Jährige zu einer Blutentnahme gebracht werden musste, wurden die beiden anderen ihren Eltern übergeben. (BLZ)

Friedrichshain

Mann zeigt Polizisten Hitlergruß und nackten Hintern

Zwei Männer haben am Freitagabend in Friedrichshain Polizisten beleidigt, ihnen den Hitlergruß gezeigt und Nazi-Parolen gebrüllt. Wie die Polizei Samstag mitteilte, waren die Beamten gegen 20.45 Uhr gerufen worden, um ein Hausverbot in der Mercedes-Benz-Arena durchzusetzen. Ein 25-Jähriger und ein 41 Jahre alter Mann sollten die Arena verlassen.

Während der 25-Jährige die Polizisten mehrfach beleidigte, drehte sich sein Begleiter an der Kreuzung Hedwig-Wachenheim-Straße Ecke Wanda-Kallenbach-Straße zu den Beamten, schlug die Hacken zusammen und zeigte den Hitlergruß. Darüber hinaus rief der 41-Jährige laut "Sieg Heil". Die Polizisten nahmen die Personalien beider Männer auf. Als sie damit fertig waren, durften die beiden den Bereich verlassen, wobei der 41-Jährige den Beamten schließlich noch sein nacktes ausgestrecktes Gesäß zeigte. (BLZ)

Kreuzberg

Verfolgungsjagd endet mit Unfall

Ein Audifahrer in Kreuzberg hat sich in der Nacht zu Samstag eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Wie die Beamten mitteilten, sollte der 39-jährige Autofahrer kontrolliert werden, weil ein Zeuge gesehen hatte, wie jemand in Weißensee die Scheiben eines geparkten Wagens beschädigte und anschließend in einem Audi flüchtete. An der Kreuzung Alte Jakobstraße/Ecke Lindenstraße kam es bei dem Versuch, den Audi zu stoppen zu einem Unfall zwischen diesem und dem verfolgenden Einsatzwagen. Dabei wurden zwei weitere geparkte Fahrzeuge beschädigt. Letztlich gelang es den Polizisten, den Audi in der Alexandrinenstraße zu stoppen und den Fahrer vorläufig festzunehmen. Eine Atemalkoholkontrolle bei ihm ergab einen Wert von rund 1 Promille. Der Mann kam zur Blutentnahme und erkennungsdienstlichen Behandlung in eine Gefangenensammelstelle. Den Audi stellten die Beamten sicher. Bei dem Unfall erlitten die Polizisten leichte Verletzungen. (BLZ)

Friedrichshain

Betrunkener bricht Polizisten die Hand

In Friedrichshain hat ein betrunkener mutmaßlicher Dieb einem Polizisten die Hand gebrochen. Der Mann soll am Freitagnachmittag einen Koffer gestohlen haben. Als die Beamten ihn überprüfen wollten, wurde er aggressiv und fing an, die Polizisten zu beleidigen. Im Einsatzwagen versuchte er, die Beamten zu treten, sodass das diese einen Gefangenentransporter anfordern mussten. Bei der Überführung in den anderen Wagen rastete er dann vollends auch und brach einem Polizisten die Hand. Gegen den polizeibekannten Täter soll nun Haftbefehl erlassen werden. (BLZ)

Charlottenburg

Jugendliche überfallen Jugendliche

Drei Jugendliche haben in Westend zwei Altersgenossen überfallen und mit einem Schlagstock und Elektroschocker verletzt. In der Nacht zum Samstag waren ein 15- und ein 16-Jähriger auf der Teufelsstraße unterwegs, als sie unvermittelt von den drei Tätern bedroht wurden. Die selbst nur 14 bis 16 Jahre alten Räuber forderten Wertsachen von den beiden. Unvermittelt schlugen sie einem der Opfer mit einem Schlagstock auf dem Unterarm, das andere Opfer erhielt einen Stromschlag in den Hals. Danach flüchteten die Täter mit dem Fahrrad des 16-Jährigen. Polizisten konnten das Räuber-Trio in der Nähe aufspüren und fanden bei ihnen das gestohlene Fahrrad sowie die Waffen. Die drei Täter wurden ihren Eltern übergeben. Gegen sie wird nun wegen Raubes ermittelt. Die beiden Opfer kamen mit leichten Verletzungen davon. (BLZ)

Spandau

Auto erfasst Motorradfahrer

Ein Motorradfahrer ist bei einem Unfall in Rosenthal am Freitagabend schwer verletzt worden. Der 19-Jährige war laut Polizei gegen 18 Uhr mit seiner Yamaha auf der Dietzgenstraße in Richtung Mittelstraße unterwegs, als er von einem einem 37 Jahre alten Citroen-Fahrer, der aus der Kastanienallee kam, erfasst wurde. Der Motorradfahrer stürzte und zog sich schwere Verletzungen zu. Rettungskräfte brachten ihn in eine Klinik. (BLZ)

Spandau

Spielothek-Mitarbeiter brutal überfallen

Bewaffnete Räuber haben eine Spielothek in Spandau überfallen und einen Mitarbeiter brutal zusammengeschlagen. Die drei Täter drangen kurz nach 3 Uhr Samstagnacht in das Gebäude in der Falkenseer Chaussee ein und bedrohten den Angestellten zunächst mit einer Schusswaffe. Kurz darauf sprühten sie ihm Pfefferspray ins Gesicht und schlugen ihn mit einem Fausthieb ins Gesicht zu Boden. Auch da ließen die Täter nicht von ihm ab und traten ihm mehrfach gegen den Kopf. Erst danach stahlen sie die Tageseinnahmen und flüchteten. Wie schwer das Opfer verletzt wurde, teilte die Polizei nicht mit. (BLZ)