Polizeibericht aus Berlin vom 15.01.2018

Reinickendorf

Schlägerei nach rassistischer Beleidigung

Eine rassistische Beleidigung hat zu einer Schlägerei in Reinickendorf geführt. Die Polizei ermittelt wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung, der Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat den Fall übernommen. Wie die Behörde mitteilte, soll eine 33-Jährige am Montagmittag an einer Bushaltestelle am Kurt-Schumacher-Platz einen 15-Jährigen in einer Gruppe rassistisch beleidigt haben. Daraufhin kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen der Gruppe und der Frau nebst ihrem 29 Jahre alten Begleiter. Der Streit gipfelte in wechselseitigen körperlichen Angriffen. Ein 16-Jähriger erlitt leichte Verletzungen. Der 29-Jährige wurde im Gesicht und am Arm verletzt und wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. (dpa)

Marienfelde

Ermittler: Auf Arzt wurde mehrmals geschossen

Auf einen 67-Jährigen, der in Berlin-Marienfelde erschossen wurde, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrmals gefeuert worden. „Es wurden mehrere Schüsse abgegeben“, sagte Sprecher Martin Steltner am Montag. Einen Tatverdächtigen gebe es noch nicht. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Es werde auch geprüft, ob das Gewaltverbrechen einen persönlichen Hintergrund hat.

Am Freitagabend war der schwer verletzte Arzt im Hof eines Büro- und Praxiskomplexes in der Malteserstraße entdeckt worden. Eine Frau, die das Gebäude über einen Nebeneingang verlassen hatte, alarmierte Polizei und Feuerwehr. Ein Notarzt konnte dann jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen. Das Opfer arbeitete laut Polizei in dem Gebäudekomplex.

Im Juli 2016 hatte an der Charité ein 72 Jahre alter Patient seinen Arzt und dann sich selbst erschossen. Der 55-jährige Kieferorthopäde hatte den Mann lange behandelt. Motiv des Täters soll weniger Rache als Verzweiflung gewesen sein. (dpa)

Potsdam

Machetenangriff auf Mann in Potsdam - Haftbefehl

Ein 28-Jähriger soll mit einer Machete einen Mann in Potsdam angegriffen und verletzt haben. Gegen den Tatverdächtigen wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen, wie Polizei und die Staatsanwaltschaft Potsdam heute mitteilten. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Der Beschuldigte soll dem 35 Jahre alten Opfer auf einer Straße mit der Machete auf den Kopf geschlagen haben, der Verletzte kam in ein Krankenhaus. Die Attacke ereignete sich bereits am Donnerstag, wie es weiter hieß. Am Freitag nahmen Polizisten den 28-Jährigen nahe dem Tatort fest.

Direkt vor dem Angriff soll der Potsdamer in der Straße mit einer Softair-Waffe um sich geschossen und dabei Fenster eines Wohnhauses beschädigt haben. Der 35-Jährige kam den Angaben zufolge danach aus diesem Haus, um mit dem Schützen zu reden. Ob die beiden Männer sich kennen, muss noch ermittelt werden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar. (dpa)

Tegel

Haft-Lockerungen für Doppelmörder gestrichen

Ein Doppelmörder, der seit 2002 im Gefängnis sitzt, bekommt keinen Ausgang mehr. Die Lockerungen seien komplett gestrichen worden, sagte ein Justizsprecher am Montag. Der Gefangene war von einem genehmigten Ausgang aus dem Gefängnis Tegel erst Stunden verspätet zurückgekommen. Er hatte seine selbst gewählte Rückkehr per SMS mitgeteilt.
Der Fall war von einigen Medien mit der Flucht von neun Gefangenen aus dem Gefängnis Plötzensee in Verbindung gebracht worden und hatte für Empörung gesorgt. Die Justizverwaltung hatte darauf verwiesen, dass bei etwa 200.000 Lockerungsmaßnahmen im Jahr die Missbrauchsquote unter einem Prozent liege. Lockerungen wie beispielsweise Ausgang werden als wichtig für die Resozialisierung angesehen.

Laut Justizverwaltung war es das erste Mal, dass der Mann nicht von einem unbegleiteten Freigang pünktlich zurückkam. In der „Bild“-Zeitung sowie der „B.Z.“ (Montag) beklagte der Sohn des Ermordeten und der getöteten Stiefmutter, dass Täter im Mittelpunkt stünden, nicht jedoch Hinterbliebene solcher traumatisierenden Taten. Der Verurteilte sitze weiter seine lebenslange Freiheitsstrafe ab, sagte der Sprecher von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne). Eine Sicherungsverwahrung sei noch nicht beantragt. Sie könnte sich anschließen, wenn die Strafhaft zur Bewährung ausgesetzt werden würde. (dpa)

Schöneberg

Auto überschlägt sich - 62-Jährige bei Unfall schwer verletzt

Bei dem Unfall in Berlin-Schöneberg, bei dem sich am Wochenende ein Auto überschlagen hatte, ist eine 62-Jährige schwer verletzt worden. Sie habe am Sonntagnachmittag in der Rubensstraße die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren, teilte die Polizei am Montag mit.

Ihr Wagen stieß gegen zwei geparkte Autos. Durch die Wucht des Aufpralls wurde ein weiteres Auto beschädigt. Das Auto der Frau überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die 62-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht. (dpa)

Spandau

Mann mit Messer attackiert

Ein Mann ist bei einer Messerattacke in Spandau von einem Unbekannten schwer verletzt worden. Der 50-Jährige wurde danach in ein Krankenhaus gebracht, der Täter ist flüchtig. Die Gründe für den Angriff sind unklar, da das Opfer nicht vernehmungsfähig ist, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der 50-Jährige war am Sonntagabend vor einem Wohnhaus in der Lynarstraße erst ins Gesicht geschlagen und anschließend mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen worden. Der Schwerverletzte wurde vor Ort vom Notarzt behandelt und später im Krankenhaus operiert. Die Ermittlungen laufen. (dpa)

Friedrichshain

Antisemitische Parolen geschmiert

Unbekannte haben auf der hölzernen Aussichtsplattform im Volkspark Friedrichshain zwei antisemitische Parolen geschmiert. Eine Zeugin alarmierte gegen 15.30 Uhr die Polizei zu der Aussichtsplattform am „Kleinen Teich“, als sie die mit einem schwarzen Stift aufgetragenen Schmierereien sah. Die alarmierten Polizisten haben ein Strafermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung und Sachbeschädigung eingeleitet. (BLZ)

Pankow

Autofahrer rast über Kita-Gelände - keine Verletzten

Nach einer Verfolgungsjagd ist ein Autofahrer am Sonntagabend der Polizei in Pankow entkommen. Der Mann hatte versucht, mehrfach in der Schlossallee einzuparken. Als Beamte ihn überprüfen wollten, flüchtete der Fahrer mit ausgeschalteter Beleuchtung, wie die Berliner Polizei am Montag mitteilte.

Die Polizei nahm die Verfolgung des Mannes auf, der zunächst gegen die Fahrtrichtung in eine Einbahnstraße fuhr. Danach durchbrach er in der Lindenberger Straße den Zaun eines Kita-Geländes. Anschließend fuhr er durch den Schlosspark, wo er beinahe eine Jogger verletzt hätte. In der Blankenburger Straße ließ der Mann schließlich das Auto stehen und flüchtete zu Fuß weiter. Die Fahndung nach ihm laufe. (dpa)

Reinickendorf

Spätkauf überfallen

Zwei Maskierte haben in der vergangenen Nacht einen Spätkauf in Reinickendorf überfallen. Aussagen zufolge betraten gegen 22.30 Uhr die beiden mit einem Messer und Schlagstock bewaffneten Räuber das Geschäft in der Lindauer Allee und riefen „Überfall“. Einer der beiden Männer schubste nun den hinter dem Verkaufstresen stehenden 25-jährigen Mitarbeiter zur Seite und raubte das Geld aus der Kasse. Das Duo flüchtete anschließend mit der Beute unerkannt aus dem Geschäft. Der Mitarbeiter blieb unverletzt.  (BLZ)

Steglitz

Lastwagen bleibt in Berlin an Eisenbahnbrücke hängen

Ein Lastwagen ist am Sonntagabend an einer Eisenbahnbrücke in Berlin-Steglitz hängen geblieben. Der Wagen „klemmte fest“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Montagmorgen. Der Fahrer habe wohl die Höhe der Brücke falsch eingeschätzt. Nach knapp zwei Stunden hätten Feuerwehrleute den Lastwagen befreien können. Die Brücke beim Bahnhof Lichterfelde-Ost sei nicht beschädigt worden, wie eine Bahnsprecherin sagte. Auswirkungen auf den Zugverkehr habe der Unfall nicht gehabt. Über die Brücke queren zwei S-Bahn-Linien. Die direkt daneben liegende Brücke der ICE-Strecke Berlin-Leipzig sei nicht betroffen gewesen, hieß es weiter. (dpa)