Neukölln

Brutale Schlägerinnen waren 13- und 14-jährige Mädchen

Die Täterinnen waren brutal - und sehr jung. Mit Fotos aus Überwachungskameras fahndete die Berliner Polizei seit Donnerstag nach drei Frauen, die in Neukölln zwei andere Frauen angegriffen hatten. Nun stellte sich heraus: Die Angreiferinnen waren erst 13 und 14 Jahre alt. Das Trio erschien am Donnerstagnachmittag freiwillig bei der Polizei, kurz nachdem diese am Vormittag die Fotos veröffentlicht hatte. Das teilten die Sicherheitskräfte am Freitag mit.

Die Attacke hatte sich bereits am 22. April stattgefunden. Die drei Mädchen zogen dabei ihre Opfer im U-Bahnhof Hermannplatz an den Haaren, stießen sie auf den Boden und schlugen und traten weiter auf sie ein. Eine Zeugin beobachtete damals den Vorfall und erstattete Anzeige bei der Polizei. Bis zu einer möglichen Fahndung mit Fotos aus den Kameras im U-Bahnhof dauert es meist eine Zeit lang, weil ein Richter die Verwendung der Bilder genehmigen muss. Nun bittet die Polizei auch die bislang unbekannten Opfer, sich zu melden. (dpa)

Reinickendorf

Besitzer von gestohlenem Auto verfolgt Dieb mit Zweitwagen - Crash

Ein Auto gerammt, einen Bus demoliert, als Geisterfahrer weitergerast und dann zu Fuß geflüchtet - das ist die Bilanz eines Autodiebs in der Nacht zum Freitag im Berliner Ortsteil Konradshöhe (Bezirk Reinickendorf). Ungewöhnlich an dem Fall ist auch, dass der 50-jährige bestohlene Autobesitzer bemerkte, wie der 35 Jahre alte Tatverdächtige seinen Pkw vom Grundstück fuhr.

Daraufhin nahm er mit seinem Zweitwagen die Verfolgung auf. An einer Kreuzung setzte sich der 50-Jährige vor das gestohlene Auto, um den Dieb zu stoppen. Doch das ging schief: Der Verfolgte gab laut Polizei Vollgas, rammte das andere Fahrzeug und raste weiter.

Dann kollidierte der Fluchtwagen auf dem Waidmannsluster Damm mit einem BVG-Bus und der Dieb setzte seine Tour entgegen der Fahrtrichtung fort, bevor er den Wagen verließ. Der Flüchtende konnte wenig später von Polizisten gestellt werden. Zur Schadenshöhe gab es zunächst keine Angaben.

Verletzt wurde laut Polizei niemand. Eine Sprecherin sagte, es sei besser, die Sicherheitskräfte zu alarmieren. Der Versuch, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, könne gefährlich sein. (dpa)

Ahrensfelde

Radfahrer stirbt bei Zusammenstoß mit Auto

Beim Zusammenstoß mit einem Auto ist ein Radfahrer in Ahrensfelde (Kreis Barnim) tödlich verletzt worden. Der 23-Jährige sei am Donnerstagabend aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Rad gegen ein Auto geprallt, sagte ein Polizeisprecher. Der junge Mann starb noch am Unfallort. (dpa)

Lichtenberg

Mann an Haltestelle mit Messer angegriffen

Ein 29-Jähriger ist an einer Straßenbahnhaltestelle in Berlin-Lichtenberg von zwei Männern überfallen und mit einem Messer verletzt worden. Die Unbekannten hätten mehrfach auf ihn eingestochen und eingeschlagen, teilte die Polizei am Freitag mit.

Sie hätten ihn am Donnerstagnachmittag an der Haltestelle Evangelisches Krankenhaus in der Herzbergstraße zunächst angesprochen und beraubt. Einer der Angreifer versuchte demnach, das Handy des Mannes aus der Hosentasche zu ziehen - ohne Erfolg. Der zweite Täter habe dann aus der anderen Hosentasche das Portemonnaie gestohlen.

Beide Täter ergriffen die Flucht. Der 29-Jährige kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Nach einer ambulanten Behandlung konnte er dieses wieder verlassen. (dpa)