Polizeibericht aus Berlin vom 27.08.2018

Prenzlauer Berg

Nähnadeln im Sandkasten auf Spielplatz gefunden

Auf einem Berliner Spielplatz haben Anwohner Nähnadeln in einem Sandkasten gefunden - eine große Gefahr für Kleinkinder. Polizisten stellten die Nadeln auf dem in der Anlage am Arnimplatz in Prenzlauer Berg sicher und sperrten den Sandkasten am Montag, wie die Polizei mitteilte. Während die Beamten noch Spuren sicherten, kam ein weiterer Anwohner auf sie zu und erzählte, er habe auf einem benachbarten Spielplatz nahe der Schivelbeiner Straße eine Rasierklinge im Sandkasten gefunden. Diese habe er selbst entfernt und entsorgt, gab der Mann bei der Polizei an. Den Sand in dem Kasten am Arnimplatz durchsiebten Mitarbeiter des Grünflächenamtes. Dann wurde der Kasten wieder freigegeben.

Die Behörde ermittelt nun wegen des Versuchs der gefährlichen Körperverletzung. Es ist nicht das erste Mal, dass auf dem Spielplatz gefährliche Gegenstände gefunden wurden. Anfang August waren dort Reißzwecken im Buddelsand gefunden worden. Eine Referentin des Bezirksamts Pankow sagte der „Berliner Morgenpost“, dass angesichts der Häufung solcher Vorfälle weitere Schritte beraten werden. Ein Polizeisprecher kündigte in der RBB-„Abendschau“ zudem häufigere Kontrollgänge in der Umgebung an. (dpa)

Lichterfelde

Junge entdeckt zwei Würgeschlangen in Jutebeutel

Ein Junge hat in Berlin von einem unbekannten Mann eine Jutetasche mit zwei Schlangen überreicht bekommen. Der Mann rannte daraufhin am Montag in einem Einkaufszentrum im Stadtteil Lichterfelde weg, wie die Polizei mitteilte. „Er ruft noch etwas, das sich aus der Ferne anhört wie: „Viel Spaß mit den Pythen“.“ Der Beutel landete schließlich auf der Polizeiwache. Die Polizei übergab die hell- und dunkelbraun gefleckten Würgeschlangen, die jeweils unter einem Meter lang sind, einem Experten. Und twitterte: „Allet Jute ihr zwei.“ (dpa)

Schönefeld

Betrunkener Fluggast attackiert Polizisten

Im Flughafen Schönefeld hat ein betrunkener Reisender mehrere Polizisten angegriffen und verletzt. Einem Beamten schlug er mit der Faust mehrmals ins Gesicht. Der Mann war zuvor zu betrunken, um sich den Sicherheitskontrollen zu stellen. Als Bundespolizisten den Mann nach draußen begleiten wollten, schlug er unvermittelt zu. Bei seiner Festnahme leistete der mit Tritten heftigen Widerstand und verletzte zwei weitere Beamte leicht. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,6 Promille. Aufgrund der Verletzungen mussten zwei Polizizisten ihren Dienst beenden. Gegen den Mann wird nun ermittelt. (BLZ)

Berlin

Weniger Heroin und Kokain, mehr Marihuana

Die Berliner Kriminalpolizei hat im vergangenen Jahr eher kleinere Mengen der harten Drogen Heroin und Kokain beschlagnahmt. Dafür fanden die Ermittler im Vergleich mit früheren Jahren deutlich mehr Marihuana und Haschisch. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber hervor.

Über den Drogenkonsum und Drogenhandel geben die entdeckten Gesamtmengen eines Jahres aber wenig Aufschluss. Oft ist es ein großer Einzelfund einer bestimmten Droge, der die Statistik stark verändert.

Das gilt etwa für Kokain. Im vergangenen Jahr entdeckte die Polizei nur 8,9 Kilogramm. 2016 waren es rund 24 Kilo und im Vorjahr 410 Kilogramm, von denen ein großer Teil zu einem einzigen Fund gehörte. Zudem wurden 9,4 Kilogramm Heroin gefunden. In den letzten Jahren seit 2013 waren es jeweils zwischen knapp 9 und 92 Kilo.

Bei Haschisch stieß die Polizei auf knapp 138 Kilogramm (Vorjahre zwischen 39 und 130 Kilo). Dazu kamen 714 Kilogramm Marihuana (Vorjahre zwischen 214 und 340 Kilo).
Die Drogenfahnder beschlagnahmten außerdem 69,7 Kilogramm Amphetamine und rund 27 000 Tabletten wie Ecstasy, 5562 Hanfpflanzen, 458 LSD-Tabletten und 1,5 Kilogramm Crystal Meth. (dpa)

Adlershof

Motiv wohl Ausländerhass – Mann hetzt Hund auf Familie

Ein Mann hat in Adlershof seinen Hund auf eine Familie losgelassen. Laut Polizei soll der Mann bei dem Vorfall am Sonntagabend die Familie zunächst ausländerfeindlich beleidigt haben. Danach ging er mit geballten Fäusten auf die Familie los und hetzte seinen Hund auf sie. Ein Passant ging dazwischen und konnten den Angreifer vertreiben. Laut den Beamten erlitt kein Familienmitglied einen Biss. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. (BLZ)

Wilmersdorf

Radfahrer klaut Tasche vom Gepäckträger

Die Polizei hat in Wilmersdorf einen Mann festgenommen, der einer Radfahrerin die Tasche vom Gepäckträger klauen wollte. Der Mann fuhr laut Polizei dabei am Sonntagabend selbst auf einem Fahrrad. Bei einem Überholmanöver griff er dann zu und versuchte zu flüchten. Der 48-jährige Begleiter verfolgte den Dieb. Es kam zu einem kurzen Handgemenge, bei dem der 48-Jährige stürzte und sich leicht am Kopf verletzte. Die Tasche konnte er dem Dieb allerdings entreißen. Auf seiner anschließenden Flucht wurde der Übeltäter schließlich von der Polizei festgenommen. (BLZ)

Reinickendorf und Neukölln

Autos angezündet

In der Nacht zum Montag ist sowohl in Reinickendorf als auch in Neukölln ein Auto angezündet worden. Der erste Brand ereignete sich in der Flottenstraße, der zweite in der Nobelstraße. In beiden Fällen wurde niemand verletzt, die Pkw aber komplett zerstört. (BLZ)