Polizeibericht aus Berlin vom 28. Juli 2017

Königs Wusterhausen

Stinkende Boote treiben auf Krossinsee

Unbekannte haben die Leinen von sieben Booten auf dem Krossinsee südöstlich von Berlin durchtrennt und stinkende Flüssigkeit auf die Boote gesprüht. Zeugen alarmierten am Donnerstag die Polizei, wie am Freitag von den Beamten mitgeteilt wurde. Die Boote trieben auf dem See ziellos umher. Spezialisten des Landeskriminalamtes wurden hinzugezogen, um die übelriechende Substanz zu bestimmen. (dpa)

Rathenow (Havelland)

Feuerwehrmann bei Löscharbeiten in leerstehendem Haus verletzt

Ein Feuerwehrmann ist bei Löscharbeiten in Rathenow (Havelland) verletzt worden. Die Atemschutzmaske des 19-Jährigen verrutschte bei dem Einsatz am Donnerstag, so dass er eine Rauchvergiftung erlitt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Er wurde in einem Krankenhaus behandelt. Die Ermittler gehen bei dem Feuer in einem leerstehenden Gebäude von Brandstiftung aus. In zwei Räumen im Erdgeschoss wurden Müll und Kleidungsstücke angezündet. Zeugen gaben zudem an, dass zwei Frauen das Gebäude verlassen hätten, wie es weiter hieß. (dpa)

Charlottenburg

16-Jährige mit 2,6 Promille schlägt auf Polizistin ein

Eine volltrunkene 16-Jährige hat am Donnerstagabend vor einer Diskothek herumgeschrien und eine Polizistin geschlagen. Wie die Beamten Freitag mitteilte, hatten Zeugen die Polizei alarmiert, weil die Jugendliche gegen 1.15 Uhr vor der Disco in der Joachimsthaler Straße auf dem Boden lag und hysterisch schrie. Als die Beamten sie ansprachen, reagierte die 16-Jährige sehr aggressiv und schlug einer Polizistin mit der Faust gegen die Brust. Rettungskräfte brachten das Mädchen in ein Krankenhaus - dort wurde festgestellt, dass sie 2,6 Promille intus hatte. 

Die erziehungsberechtigte Mutter wurde informiert, gab jedoch an, keine Zeit zum Abholen ihres Kindes zu haben, und beauftragte den nicht erziehungsberechtigten Vater damit. Zur Menge und Herkunft des Alkohols, den sie zu sich genommen hatte, konnte oder wollte die 16-Jährige laut Polizei keine Angaben machen. Die Polizisten informierten das zuständige Jugendamt und schrieben zudem eine Strafanzeige wegen Körperverletzung und Widerstands. (BLZ)

Ketzin (Havelland)

Wartender Mann an Bushaltestelle schwer verletzt

Während ein 21-Jähriger auf einer Bank an einer Bushaltestelle in Ketzin (Havelland) saß, ist er von einem Auto schwer verletzt worden. Der Wagen war ins Schleudern geraten und knallte in der Nacht zu Freitag gegen die Sitzbank. Rettungskräfte brachten den 21-Jährigen in ein Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten vermuten Alkoholkonsum und überhöhte Geschwindigkeit als Gründe für den Unfall des 18-Jährigen an einer Buswendeschleife. (dpa)

Buckow

Neunjähriger rennt mehrfach auf die Straße und gegen Auto

Ein neunjähriger Junge ist am Donnerstagnachmittag in Buckow bei einem Zusammenprall mit einem Auto schwer verletzt worden. Wie die Polizei Freitag mitteilte, war das Kind zunächst zwischen geparkten Autos auf die Gehrlinger Straße gerannt, in der Mitte stehen geblieben und zurück gelaufen. Ein Autofahrer, der auf der Straße unterwegs war, bremste ab, beschleunigte dann jedoch wieder, als das Kind zurücklief. Als der 42-Jährige eine Fahrradfahrerin in gleicher Richtung überholen wollte, rannte der Junge plötzlich wieder auf die Straße - und in die rechte Seite des Autos. Der Neunjährige brach sich ein Bein und wurde ins Krankenhaus gebracht. (BLZ)

Hellersdorf

79-Jährige trickst Trickbetrüger aus

Eine Seniorin hat am Donnerstag in Hellersdorf Trickbetrügern sprichwörtlich die Tour vermasselt. Wie die Polizei mitteilte, wurde die 79-Jährige gegen 12.30 Uhr von einer ihr unbekannten Frau angerufen, die sich als Mitarbeiterin der Landeszentralbank ausgab und sie um Mithilfe in einem Falschgeldverfahren bat. Die Seniorin sollte mehrere tausend Euro von ihrem Konto abheben, die dann nach Angaben der Fremden von Kriminalbeamten überprüft werden sollten. Die ältere Dame wurde sofort stutzig und informierte die Polizei. Bei einer vereinbarten Geldabholung um 14 Uhr erschien dann ein 22-Jähriger an der Wohnung in der Lilly-Braun-Straße und gab sich als Polizist aus. Allerdings wartete auf ihn bereits die echte Polizei in der Wohnung. Die Beamten nahmen den sich heftig wehrenden Mann fest, der hierbei leichte Verletzungen erlitt. Rettungskräfte der Feuerwehr mussten ihn vor Ort behandeln.

Der 22-Jährige hatte ein Funkgerät und einen selbst gebastelten „Polizeiausweis“ bei sich, beides wurde beschlagnahmt. Anschließend nahmen die Polizeibeamten ihn mit zu einer Gefangenensammelstelle.

In einem Auto vor dem Haus entdeckten die Beamten wenig später noch einen 19-Jährigen. Neben ihm lag das passende Gegenstück zu dem Funkgerät, das bei dem 22-Jährigen gefunden worden war. Auch der 19-Jährige wurde festgenommen und das Auto beschlagnahmt. Beide Festgenommenen sind bereits wegen ähnlicher Taten in Erscheinung getreten und wurden per Haftbefehl gesucht. (BLZ)

Lichtenberg

Unbekannter wirft mit Bierflaschen auf Flüchtling

Ein unbekannter Mann hat am Donnerstagnachmittag in Lichtenberg einen 24-Jährigen beleidigt und mit Bierflaschen beworfen. Wie die Polizei Freitag mitteilte, hatte der 24-Jährige sich vor der Unterkunft für Geflüchtete in der Ruschestraße aufgehalten, als der Unbekannte ihn fragte, warum er nach Deutschland gekommen sei, und ihn dann beleidigte. Plötzlich warf der Mann zwei Bierflaschen aus Glas nach ihm. Eine Flasche zerschellte neben ihm auf dem Boden, die andere streifte ihn am Fuß. Der Unbekannte flüchtete. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. (BLZ)

Prenzlauer Berg

Abgestellter Möbel-Transporter geht in Flammen auf

Ein abgestellter Transporter eines Möbel-Geschäfts in Berlin-Prenzlauer Berg ist am Donnerstagabend in Flammen aufgegangen. Eine Passantin habe kurz vor Mitternacht den Brand in der Hermann-Blankenstein-Straße entdeckt und die Feuerwehr alarmiert, berichtete die Berliner Polizei am Freitagmorgen. Der Lastwagen war auf einem Parkplatz vor dem Möbelhaus abgestellt, das Führerhaus brannte komplett aus. Personen kamen nicht zu Schaden, die Brandursache ist noch unklar. (dpa) 

Charlottenburg

Maskierte mit Machete überfallen Spielhalle

Zwei maskierte Männer mit Machete und Schusswaffe haben eine Spielhalle in Berlin-Charlottenburg überfallen und Geld aus zwei Kassen erbeutet. Nach Polizeiangaben waren die beiden Männer am frühen Freitagmorgen durch die Hoftür in das Casino in der Uhlandstraße eingedrungen. In der Spielhalle befanden sich zwei Gäste und ein Angestellter. Die Männer bedrohten die Gäste mit den Waffen und befahlen ihnen, sich an die Wand zu stellen.

Anschließend wurde der Angestellte gezwungen, die Kasse zu öffnen, hieß es weiter. Die Täter steckten das Geld ein und zerstörten mit der Machete einige Gegenstände. Danach erbeuteten sie Geld aus einer zweiten Kasse, nahmen den Gästen die Handys ab und flohen mit einem Auto. Die Gäste und der Angestellte der Spielhalle blieben unverletzt. (dpa/BLZ) 

Schöneweide

Zwei Straßenbahnen stoßen zusammen

Zwei Straßenbahnen sind in Berlin-Schöneweide in einer Wendeschleife in der Nähe des S-Bahnhofs kollidiert. Fahrgäste waren nicht betroffen. (dpa)