Polizeibericht aus Berlin vom 30.09.2018

Mitte

Hambacher-Forst- Demonstranten klettern auf Baum am Bundestag

Aus Protest gegen die Räumung des Hambacher Forstes sind drei Männer am Bundestag auf einen Baum geklettert und haben mehrere Transparente ausgerollt. Wie die Polizei mitteilte, verlief die Aktion am Sonntagmorgen friedlich. 

Den Angaben zufolge waren die Männer um 10 Uhr morgens auf einem Baum unmittelbar neben dem Reichstagsgebäude in die Höhe gestiegen. Auf einem der Transparente stand „Hambi lebt“. Nach sechs Stunden seien die Protestierer von allein wieder heruntergekommen - allerdings über eine vier Meter lange Leiter der Polizei. Die Beamten nahmen ihre Personalien auf. (dpa)

Spandau

Fußgängerin bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Am Samstagnachmittag ist eine Fußgängerin bei einem Verkehrsunfall in Spandau schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, überquerte die 74-Jährige gegen 16.30 Uhr die Klosterstraße als es zu einer Kollision mit dem Auto einer 44-Jährigen kam. Beide Frauen wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die Ford-Fahrerin konnte dieses nach ambulanter Behandlung verlassen, während die Fußgängerin mit schweren Kopfverletzungen dort stationär verblieb. 

Pankow

Infostand von CDU angegriffen - Unbekannter entkommt

Ein Unbekannter hat in Berlin-Prenzlauer Berg einen Informationsstand der CDU attackiert. Der Mann besprühte am Samstag an der John-Schehr-Straße an dem Stand ein Lastenfahrrad und ein Banner, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Auch ein CDU-Mitglied wurde an der Hand besprüht, als es die Herausgabe des entwendeten Banners erzwang. Der Tatverdächtige flüchtete. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen wird, übernahm der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen.

Die CDU teilte mit, drei Parteimitglieder seien an ihrem Stand zunächst von einem schwarz gekleideten Mann mit einem Rottweiler beschimpft worden. Etwa 15 Minuten später sei der Mann ohne den Hund zurückgekommen und habe den Stand mit einer Spraydose angegriffen.

Der Vorsitzende der CDU Prenzlauer Berg Ost, David Paul, erklärte in einer Mitteilung vom Samstag: „Wir waren alle zunächst ziemlich geschockt“. Die Polizisten vom Abschnitt 16 seien schnell vor Ort gewesen. Ihr Einsatz sei gewissenhaft und vorbildlich gewesen. (dpa)

Mitte

Mann nach Herkunft gefragt und geschlagen

Ein 31-jähriger Mann ist in Berlin-Mitte erst nach seiner Herkunft gefragt und dann gewaltsam angegriffen worden. Wie die Polizei mitteilte, hatten ihn am Samstag zwei Männer auf dem Rosenthaler Platz auf Englisch gefragt, ob er jüdischer Herkunft sei. Als der Mann die Frage nicht beantwortete, schlug das Duo auf ihn ein. Anschließend stiegen die Täter in ein Taxi und fuhren davon. Das Opfer kam zur Behandlung in eine Klinik. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt. (dpa)

Lichtenberg

Scheiben von Immobilienbüro eingeschlagen - Staatsschutz ermittelt

Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag in Berlin-Karlshorst das Büro einer Immobilienfirma demoliert. Auf die Fassade wurde „L34 bleibt!“ gesprüht, wie die Polizei mitteilte. Dies ist die Abkürzung für ein linksalternatives Wohnprojekt in der Liebigstraße in Friedrichshain. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen wird, übernahm der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen.

Ob auch ein Zusammenhang mit der Besetzung einer leer stehenden Wohnung im Weidenweg am Samstagabend im Stadtteil Friedrichshain besteht, war laut Polizei zunächst unklar. Dies werde aber geprüft, sagte ein Sprecher. Mit der Besetzung sollte auch für den Erhalt der nahegelegenen Liebigstraße 34 protestiert werden. Die Polizei räumte das Gebäude im Weidenweg, 87 Menschen wurden kurzzeitig festgenommen.

Das Büro der Immobilienfirma befindet sich im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Heiligenberger Straße. Fünf Fenster wurden in der Nacht zum Sonntag eingeschlagen. (dpa)