Polizeibericht aus Berlin vom 31.12.2017

Mitte

Silvesterrakete explodiert in Krankenwagen

Eine Feuerwerksrakete hat am Silvesterabend in Berlin ein Seitenfenster eines Krankenwagens durchschlagen und ist im hinteren Innenraum explodiert. Bei dem Vorfall in der Nähe der Partymeile am Brandenburger Tor wurde niemand verletzt. Der Patientenraum war leer, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Die beiden Sanitäter saßen vorn in der Fahrerkabine des bereitstehenden Rettungsfahrzeugs. Ungeklärt blieb, ob die Silvesterrakete auf Irrflug war oder gezielt auf das Krankenauto abgefeuert wurde.

Wedding

Feuerwehr entdeckt Toten bei Wohnungsbrand

Nach dem Brand in einer Wohnung in Berlin-Wedding ist ein Toter gefunden worden. Feuerwehrmänner entdeckten die leblose Person in der Wohnung im vierten Geschoss eines Mehrfamilienhauses am Sonntagmittag bei den Aufräumarbeiten. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod bestätigen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Die Identität stand zunächst nicht fest. Warum das Feuer in der Soldiner Straße ausgebrochen war, blieb zunächst unklar. 25 Feuerwehrmänner waren bei dem Brand im Einsatz und konnten die Flammen schnell unter Kontrolle bringen, wie der Sprecher sagte.

Schöneberg

Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen – vorläufige Festnahme

Ein 20-Jähriger hat in Berlin-Schöneberg mit einem Feuerwerkskörper auf Polizisten gezielt. Der junge Mann hatte in einer 30- bis 40-köpfigen Gruppe in der Nacht zum Sonntag die Pyrotechnik angezündet, wie die Polizei mitteilte. Als die Beamten versuchten, die Gruppe daran hindern, zündete der 20-Jährige die Batterie und hielt diese in Richtung der Polizisten. Ein Beamter wurde von der Explosion getroffen, blieb jedoch unverletzt.

Der 20-Jährige versuchte, zu flüchten, konnte aber von den Beamten festgenommen werden. Nachdem seine Personalien festgestellt wurden, durfte er die Polizeiwache wieder verlassen. Die Polizei ermittelt gegen den 20-Jährigen wegen besonders schwerem Landfriedensbruch. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) verurteilte den Angriff: „Hoffentlich wird der Festgenommene einen Richter kennenlernen“, schrieb die Gewerkschaft auf Twitter. Die Kollegen von der Berliner Polizei schütze den Bürger - und werde von „kopflosen Horden attackiert“. 

Marzahn

Mann durch Schuss aus Luftdruckgewehr leicht verletzt

Bewaffnet beim Nachbarn geklingelt: Ein 27-jähriger hat in Berlin-Hellersdorf mit einem Luftdruckgewehr auf seinen Nachbarn geschossen und diesen leicht verletzt. Der Mann klingelte am frühen Sonntagmorgen an der Haustür in der Gothaer Straße. Als der 27-jährige Nachbar öffnete, feuerte der bewaffnete Mann mehrere Schüsse ab, wie die Polizei mitteilte. Ein Schuss traf den 27-Jährigen ins Gesäß. Der Mann wurde dadurch leicht verletzt, lehnte eine Behandlung jedoch ab. Dem Angriff soll ein Nachbarschaftsstreit vorausgegangen sein. 

Charlottenburg

Autofahrer bei Unfall schwer verletzt

Ein 22-Jähriger ist in Westend von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Straßenlaterne gerast. Der Mann musste mit schweren Verletzungen am frühen Sonntagmorgen ins Krankenhaus. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei verlor der 22-Jährige auf der Straße Fürstenbrunner Weg die Kontrolle über sein Auto, geriet in den Gegenverkehr, kam nach links von der Straße ab und raste gegen den Straßenmast. Warum der Mann die Kontrolle über den Wagen verloren hatte, war bislang unklar. Der Fürstenbrunner Weg musste während der Aufräumarbeiten zwischen Motardstraße und Spandauer Damm für mehrere Stunden gesperrt werden. 

Reinickendorf

Tankstelle überfallen

Unbekannte haben am Samstagnachmittag eine Tankstelle in Reinickendorf überfallen. Gegen 16.15 Uhr betraten die zwei mit Mütze und Schal maskierten Männer den Verkaufsraum der Tankstelle in der Markstraße, bedrohten zwei Angestellte mit einem Messer und einem Schlagstock und forderten die Öffnung der Kasse. Nachdem die Kassenlade geöffnet war, nahmen sich die Räuber selbst das Geld heraus und flüchteten anschließend. Die 18 und 19 Jahre alten Mitarbeiter blieben unverletzt. Das Raubkommissariat der Polizeidirektion 1 hat die Ermittlungen übernommen.

Neukölln

Mann durch Messerstiche schwer verletzt

Ein 28-Jähriger ist bei einer Auseinandersetzung in Berlin-Neukölln schwer verletzt worden. Bei dem Streit vor einem Imbiss in der Buschkrugallee sollen zwei 16 und 20 Jahre alte Männer auf den 28-Jährigen mit einem Messer eingestochen haben. Der Mann musste mit schweren Schnittverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die beiden 16- und 20-Jährigen wurden laut Polizei festgenommen. Nach den bisherigen Ermittlungen ist der Messer-Attacke am Samstagabend ein Streit zwischen mehreren Beteiligten vorausgegangen. Passanten konnten die Auseinandersetzung beenden. Die genauen Hintergründe des Streits waren zunächst unklar.

Pankow

Raubkommissariat ermittelt nach Überfall

Nach einem Überfall auf einen Lebensmitteldiscounter am Samstagabend in Prenzlauer Berg hat das Raubkommissariat der Polizeidirektion 1 die Ermittlungen übernommen. Bisherigen Ermittlungen zufolge betrat ein Maskierter kurz vor 21 Uhr das Geschäft in der Kniprodestraße und ging auf einen 33-jährigen Mitarbeiter und seine 41 Jahre alte Kollegin zu. Anschließend hielt er dem Angestellten eine Schusswaffe an den Kopf, packte ihn am Kragen und forderte Geld. Nachdem der Räuber das Geld hatte, mussten sich die Verkäufer in ein Büro begeben und dort warten, bis der Täter den Discounter verlassen hatte. Anschließend alarmierten die Mitarbeiter die Polizei. Verletzt wurde niemand.

Mitte

Mutmaßlicher Handtaschenräuber festgenommen

Zivilfahnder haben in der Nacht zum Sonntag in Gesundbrunnen einen mutmaßlichen Handtaschenräuber vorläufig festgebommen. Gegen zwei Uhr fuhren die Polizisten mit ihrem zivilen Polizeifahrzeug durch die Bellermannstraße, als vor ihnen ein Mann quer über die Fahrbahn rannte. Ihm hinterher lief eine Frau, die laut in englischer Sprache rief, dass der Mann ihre Handtasche haben soll. Während zwei Fahnder die Verfolgung aufnahmen, einer zu Fuß, einer mit dem Polizeiwagen, um dem Flüchtenden den Weg abzuschneiden, kümmerte sich die Kollegin um die 29-jährige Frau. Der Verdächtige kletterte über einen Zaun und rannte über das angrenzende Gelände. Bei einem Sprung über einen weiteren, niedrigeren Zaun stürzte der Verfolgte und blieb auf dem Boden liegen. Die Handtasche der Frau lag neben ihm. Der Fahnder nahm den Mann vorläufig fest und brachte ihn gemeinsam mit zwei 21 und 22 Jahre alten Passanten, die spontan die Polizisten bei der Festnahme unterstützt hatten, zur Straße zurück.

Zwischenzeitlich hatte die 29-Jährige der Polizistin geschildert, dass sie auf dem Gehweg in der Bellermannstraße in Richtung Prinzenallee unterwegs war, als ihr der später Festgenommene entgegen kam. Unvermittelt soll er nach ihrer Handtasche, die sie quer über den Körper gehängt hatte, gegriffen haben. Sie hielt die Tasche fest, woraufhin sie auf den Gehweg stürzte. Der mutmaßliche Räuber soll dann weiter an der Tasche gerissen und die Frau dabei einige Meter über den Gehweg gezogen haben, bis sie die Tasche nicht mehr festhalten konnte. Dann lief der Verdächtige mit der Tasche weg. Nach ihren eigenen Angaben blieb sie unverletzt. Ein Zivilfahnder hatte sich bei der Festnahme verletzt, wurde in einem Krankenhaus behandelt und konnte im Anschluss seinen Dienst nicht mehr fortsetzen. Der 27 Jahre alte Festgenommene wurde dem Raubkommissariat der Polizeidirektion 3 überstellt.

Reinickendorf

Nach Verkehrsunfall mit Schwerverletztem – Zeugen gesucht

Ein 25-jähriger Fußgänger ist in Berlin-Reinickendorf von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Der unbekannte Fahrer des dunklen Wagens sei nach einem kurzen Stopp weitergefahren, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der Mann war auf dem Liebstöckelweg in Heiligensee in der Nacht zu Sonntag unterwegs, als er mit dem Auto kollidiert und zu Boden stürzte. Er musste mit inneren Verletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei sucht nach Zeugen, die Angaben zum Unfall machen können. 

Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich mit dem Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 1 in der Idastraße 6 in Berlin-Pankow unter der Rufnummer (030) 4664-172800 in Verbindung zu setzen.

(BLZ/dpa)