Polizeibericht von Berlin vom 20.01.2019

Gesundbrunnen

Toter Obdachloser - Obduktion möglicherweise Ende der Woche

Im Fall des tot aufgefundenen 55-Jährigen im Volkspark Humboldthain hat die Polizei nähere Details bekanntgegeben. Der Mann sei russischer Staatsbürger und habe zuvor ein Zimmer in einer Obdachlosenunterkunft bewohnt, hieß es am Montag. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Eine Obduktion soll Aufschluss über die Todesursache geben. Diese könnte möglicherweise erst Ende der Woche stattfinden, da es keine Hinweise auf äußere Einwirkungen gebe, teilte die Polizei weiter mit. Sollte der Mann aufgrund der Kälte gestorben sein, würde es sich um den ersten Berliner Kältetoten in diesem Winter handeln.

Eine Passantin hatte die Leiche des Mannes am Sonntagmorgen auf einer Parkbank im Stadtteil Gesundbrunnen entdeckt. Die Todesursache war zunächst unklar. Hinweise auf Fremdverschulden oder einen Suizid gab es nicht. (dpa) 

Berlin

Bundespolizisten nehmen Mann nach sexueller Belästigung fest

Am Sonntagmorgen beobachtete eine Zivilstreife der Bundespolizei in einer S-Bahn der Linie S7, wie ein Mann eine schlafende Frau sexuell belästigte. Kurz vor sechs Uhr setzte sich der Mann neben die alkoholisierte schlafende 21-Jährige. Zunächst hielt er ihre Hand, fasste ihr dann an den Brust- sowie Oberschenkelbereich und legte anschließend seinen Kopf am Dekolleté der Frau ab. Die Bundespolizisten griffen ein und unterbanden die Handlungen des 22-jährigen. Die Beamten informierten einen Angehörigen, welcher die Reisende abholte. Den tatverdächtigen Mann nahmen die Beamten vorläufig fest und leiteten gegen ihn ein Strafverfahren wegen sexueller Belästigung ein. (BLZ)

Charlottenburg

Reizgasattacke auf S-Bahnhof Messe-Nord

Bei einer Reizgasattacke von einem Unbekannten haben am S-Bahnhof Messe-Nord in Berlin-Charlottenburg zwei Männer Augenreizungen erlitten. Ein 26-Jähriger aus Hellersdorf war am Samstagabend mit zwei bisher unbekannten Männern in Streit geraten, von denen einer schließlich zum Gas griff, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte. Dabei bekam auch ein dahinter stehender 51-Jährige etwas ab. Der Unbekannte und dessen Begleiter konnten flüchten. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Andere Reisende halfen den Verletzten, die Augen mit Wasser zu spülen, so dass sie auf ärztliche Hilfe verzichten konnten. (dpa)

Berlin

Einbrecher müssen in U-Haft

Drei festgenommene mutmaßliche Einbrecher müssen in Untersuchungshaft. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Montag mitteilte, wirft die Staatsanwaltschaft den zwei 19-Jährigen und einem 18 Jahre alten Mann gemeinschaftlichen, bandenmäßigen Einbruchdiebstahl in neun Fällen vor und hat beim Amtsgericht Tiergarten Haftbefehl erwirkt.

Das Trio soll innerhalb eines Monats berlinweit neun Mal in Einfamilienhäusern eingedrungen und dabei in fünf Fällen Schmuck, Bargeld, Münzsammlungen und technische Geräte im Gesamtwert von etwa 27 000 Euro erbeutet haben. In drei weiteren Fällen wurden die Verdächtigen demnach bei der Tat gestört und zogen unverrichteter Dinge ab, ein Mal fanden sie nichts Brauchbares. Sie waren am vergangenen Freitag festgenommen worden. (dpa)

Wedding

Graffitisprayer gefasst

Nahe dem Bahnhof Gesundbrunnen ist ein Graffitisprayer auf frischer Tat gestellt worden, als er zusammen mit einem Kumpan einen S-Bahn-Zug besprühte. Sicherheitsmitarbeiter der Bahn hätten das Duo dabei beobachtet, wie es in der Nacht zum Samstag eine etwa 20 Quadratmeter große Fläche mit Farbe bedeckte, teilte die Bundespolizeidirektion Berlin am Montag mit. Nach kurzer Flucht sei es den herbeigerufenen Beamten gelungen, den 30-jährigen Belgier zu fassen. Sein Partner entkam. Die Bundespolizei stellte nach eigenen Angaben diverse Sprayer-Utensilien sicher und leitete gegen den Tatverdächtigen ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung ein. (dpa)

Reinickendorf

Unbekannte bewerfen BVG-Bus mit Steinen

Mit Pflastersteinen haben Unbekannte in Berlin-Reinickendorf die Scheiben eines BVG-Busses zerstört. Die Linie 122 sei am Sonntagabend auf dem Senftenberger Ring gefahren, als der 62 Jahre alte Fahrer plötzlich laute Knallgeräusche gehört habe, teilte die Polizei am Montag mit. Im Inneren des Busses fand der Fahrer mehrere Pflastersteine. Die Fenster waren zerstört. Fahrgäste wurden nicht verletzt. Der Bus musste aus dem Linienbetrieb genommen werden. (dpa) 

Lichterfelde

Festnahme nach Sprengung von Zigarettenautomat

Zwei Männer haben in der Sonntagnacht einen Zigarettenautomaten in Lichterfelde gesprengt. Gegen 23 Uhr hörte ein Zeuge an der Kreuzung Ostpreußendamm/Heinrichstraße einen lauten Knall und sah unmittelbar darauf zwei Männer an einem Zigarettenautomaten. Von diesem entfernten sie sich zunächst mit einem Suzuki, kehrten jedoch kurze Zeit später zurück und fingen an, an dem Automaten zu hantieren. Der Zeuge rief die Polizei. Alarmierte Einsatzkräfte konnten die beiden 21 und 28 Jahre alten Tatverdächtigen an der Kreuzung Osdorfer Straße/Blankertsweg stoppen und festnehmen. Nach Durchführung von erkennungsdienstlichen Maßnahmen in einer Gefangenensammelstelle kamen die beiden wieder auf freien Fuß. Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion 4 ermittelt. (BLZ)

Lichtenberg 

Auto und Transporter brennen aus

Nach dem Brand zweier Fahrzeuge im Bezirk Lichtenberg hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Am frühen Montagmorgen standen ein Auto in der Schulze-Boysen-Straße und ein Transporter einer Sicherheitsfirma in der Rudolf-Seiffert-Straße in Flammen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Feuerwehr konnte beide Brände löschen. Die beiden Fahrzeuge wurden allerdings zerstört, daneben geparkte Autos durch die Flammen beschädigt.

Eine politische Tat könne nicht ausgeschlossen werden, hieß es weiter. Aus ermittlungstaktischen Gründen konnte die Polizei jedoch keine näheren Angaben zu den Haltern der Fahrzeuge machen. Wenige Stunde zuvor brannten neun Fahrzeuge des Neuköllner Ordnungsamtes in der Juliusstraße. Zusammenhänge zwischen dieser und den Taten in Lichtenberg seien nicht erkennbar, sagte ein Polizeisprecher. (dpa)

Berlin

Polizei nimmt sich Ampelsünder und Zweite-Reihe-Parker vor

Die Berliner Polizei will von Montag an eine Woche verstärkt gegen Verkehrsteilnehmer vorgehen, die sich nicht an rote Ampeln halten. Auch auf dem Halten und Parken in zweiter Reihe liegt das Augenmerk des ersten Schwerpunkteinsatzes im neuen Jahr, wie die Polizei ankündigte. Demnach sind jeden Monat einwöchige Überwachungsaktionen geplant, um „verkehrsgefährdende Verhaltensweisen zu unterbinden“ und Verstöße konsequent zu ahnden. Die Maßnahmen sollen an Brennpunkten erfolgen, die nach Feststellungen der Verkehrspolizei und der Auswertung von Statistiken festgelegt wurden. (dpa)

Potsdam

Drei Tote bei Verkehrsunfällen am Wochenende in Brandenburg

Am Wochenende hat es in Brandenburg etwa 500 Verkehrsunfälle gegeben. Wie die Polizei Brandenburg am Montagmorgen mitteilte, starben dabei drei Menschen. 71 Menschen wurden laut Polizei bei Unfällen verletzt. (dpa)