Polizeifahrzeuge sperren die Straßen um die Kreuzung Kochstraße Friedrichstraße in der Nähe des Checkpoint Charlie ab.
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BerlinIn der Nähe des Checkpoint Charlie ist es am Montagmittag zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Der Grund: Ein Unbekannter soll in eine Filiale der Kaffeekette Starbucks gestürmt sein und die Mitarbeiter bedroht haben. 

Polizisten dringen in das Starbucks-Café in der Kochstraße ein. 
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Zeugen wollen auch Schüsse gehört haben. Die Polizei bestätigte das nicht. Unbekannt blieb die Anzahl der Schüsse, die der Mann abgegeben haben soll. Später hieß es im Polizeipräsidium, dass sich Schüsse aus einer scharfen Waffe nicht bestätigt haben. Entsprechende Hülsen seien nicht gefunden worden. 

Allerdings wurde eine Hülse für Schreckschussmunition gefunden.   Beamte mit Maschinenpistolen sperrten das Areal um die Kreuzung Friedrichstraße/Kochstraße weiträumig ab. Kunden und das Personal umliegender Geschäfte durften die Läden sicherheitshalber nicht mehr verlassen.

Beamte befragten Mitarbeiter in den Geschäften nach dem unbekannten Mann und dessen Bekleidung. Zeugen nannten das eine bedrückende Situation. Der U-Bahnverkehr wurde unterbrochen – die U6 fuhr ohne Stopp in der Kochstraße durch. Die Buslinie M29 wurde umgeleitet. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) rückte an und durchsuchte umliegende Gebäude. Möglicherweise verstecke sich der Mann in einem der Nachbarhäuser, hieß es.

Am Nachmittag twitterte die Behörde, dass sie die Situation unter Kontrolle habe.  Eine Frau aus Heidelberg dagegen will mehrere Schüsse gehört und einen dunkel gekleideten Mann gesehen haben, der das Lokal verließ und davonrannte. Ein Mann berichtete, er habe gegen 13.20 Uhr mehrere Schüsse an der Kreuzung gehört. Menschen hätten geschrien und seien in das Café geflüchtet. 

Angestellte einer Bäckerei sagten, dass sie  wegen des Tumults auf der Straße die Polizei alarmiert hätten. Inzwischen wird nach dem Mann stadtweit gefahndet, hieß es vor Ort. Möglicherweise haben die Ermittler erste Informationen zum Täter. Ob in dem Café Überwachungskameras installiert sind, die den Vorfall aufgezeichnet haben, ist noch nicht bekannt. Die Spurensicherung war bis zum späten Nachmittag am Tatort. Kurz nach 16 Uhr war dann der Spuk vorbei. Die Polizei bittet weitere Zeugen, sich zu melden. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.