Berlin - Durch das umsichtige und beherzte Handeln von zwei Mitarbeitern der Polizei Berlin wurde gestern Nachmittag vermutlich einer 66-jährigen Frau in Tempelhof das Leben gerettet. Gegen 14.20 Uhr fuhr ein 45-jähriger Taxifahrer mit der Seniorin als Fahrgast auf dem Tempelhofer Damm in Richtung Platz der Luftbrücke als er plötzlich bemerkte, dass die Frau zusammensackte. Der Taxifahrer machte einen Polizeiangestellten, der hinter ihm in einem Streifenwagen fuhr, auf sich aufmerksam und sprach ihn hilfesuchend an. Gemeinsam zogen die beiden Männer die bewusstlose Frau aus dem Fahrzeug und brachten sie in die stabile Seitenlage. Ein 37-jähriger Polizeibeamter auf dem Weg zu seiner Dienststelle im Polizeipräsidium bemerkte die Situation, hielt an und führte bis zum Eintreffen des Rettungswagens eine Herzdruckmassage und Beatmungsmaßnahmen durch. Unterstützt wurde er dabei von einem weiteren Passanten, einem Feuerwehrmann außer Dienst. Die 66-Jährige kam in ein Krankenhaus und wird dort intensivmedizinisch behandelt. (BLZ)

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Motorrollerfahrer verfolgt Straßenräuber

Ein 28 Jahre alter Motorrollerfahrer hat in Berlin-Prenzlauer Berg einen Straßenräuber verfolgt und die Polizei auf dessen Spur gebracht. Am Sonntagmorgen wurde ein 18-Jähriger in der Landsberger Allee von einem Unbekannten mit einer abgebrochenen Flasche bedroht. Der Täter forderte Geld. Mit seiner Beute flüchtete er. Das Opfer rannte hinterher. Der Rollerfahrer beobachtete dies und nahm ebenfalls die Verfolgung auf. In der Hausburgstraße verharrte der mutmaßliche Räuber an einem Wohnhaus. Die Polizei nahm den ebenfalls 18-Jährigen fest. Er stritt die Tat ab, wurde aber von seinen Verfolgern erkannt. (dpa)
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Fahrradfahrerin angefahren und schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall gestern Abend in Schöneberg erlitt eine Radfahrerin schwere Kopfverletzungen. Nach den bisherigen Erkenntnissen fuhr die 51-Jährige mit ihrem Rad kurz nach 20 Uhr auf der Fahrbahn der Hauptstraße in Richtung Innsbrucker Platz. Beim Wechseln auf den linken Fahrstreifen wurde sie von einem Pkw erfasst und stürzte zu Boden. Alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr und ein Notarzt versorgten die schwer verletzte Frau, die mit einem Schädelbasisbruch zur stationären Behandlung in eine Klinik kam. Die 21-jährige Autofahrerin blieb unverletzt. Während der Rettungsmaßnahmen war die Hauptstraße in Fahrtrichtung Innsbrucker Platz bis ca. 21 Uhr voll gesperrt. (BLZ)

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Alle Ereignisse rund um den 1.Mai:

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Sprengung von Geldautomaten im Hansaviertel gescheitert

Vergeblich haben unbekannte Täter im Berliner Hansaviertel versucht, einen Geldautomaten zu sprengen. Wie die Polizei mitteilte, hebelten sie in der Nacht zum Sonntag in der Bartningallee zunächst Rolltor und Schiebetür eines Supermarktes auf, um zu dem Automaten zu gelangen. Vermutlich beim Verwenden eines Schweißgerätes fing das Innere des Gerätes jedoch Feuer, die Täter flüchteten ohne Beute. Die Schäden an dem Automaten deuteten daraufhin, dass die Unbekannten ihn eigentlich sprengen wollten. Die Feuerwehr löschte den Brand. (dpa)

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Pedelec-Fahrer in Treptow-Köpenick verunglückt

Eine Passantin entdeckte gestern Abend in Friedrichshagen einen gestürzten Elektroradfahrer. Der 59-Jährige war offensichtlich alkoholisiert auf dem Gehweg des Müggelseedammes in Richtung Bölschestraße unterwegs, kam von dem Gehweg ab und geriet in den Grünstreifen, wo er die Kontrolle über das Rad verlor und stürzte. Dabei zog er sich Gesichtsverletzungen zu. Ein Rettungswagen brachte den Gestürzten zur Behandlung in ein Krankenhaus. (BLZ)

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Betrunkener beleidigt und attackiert Gäste in Pankow

Ein augenscheinlich alkoholisierter Mann pöbelte in der vergangenen Nacht Gäste vor einem Lokal in Prenzlauer Berg an. Nach den bisherigen Zeugenaussagen soll der 29-Jährige gegen 23 Uhr auf mehrere Lokalbesucher zugegangen sein und neben Beleidigungen sich auch antisemitisch geäußert haben. Dabei soll er auch zweimal den sogenannten „Deutschen Gruß“ gezeigt und eine kleine Glasflasche in Richtung der Gäste geworfen haben. Alarmierte Polizisten nahmen den Mann fest und brachten ihn zur Blutentnahme in ein Polizeigewahrsam, wo er die Beamten mit Beleidigungen überzog.  Die weiteren Ermittlungen wegen Volksverhetzung, Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, versuchte gefährliche Körperverletzung und Beleidigungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. (BLZ)

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Verbrannter Fisch bringt Polizei auf die Spur eines Kriminellen

Seine mangelhaften Kochkünste haben einen 27-Jährigen in Brandenburg /Havel fast ins Gefängnis gebracht. Der mit Haftbefehl gesuchte Hobbykoch hatte am frühen Samstagmorgen kurz nach Mitternacht einen Fisch in der Pfanne angebraten und diesen über dem Fernsehprogramm vergessen, wie die Polizeidirektion West am Sonntag berichtete. Als er nach wenigen Minuten Rauch bemerkte, warf der Mann die Pfanne samt Fisch aus dem Fenster. Nachbarn hatten allerdings schon Polizei und Feuerwehr alarmiert. Die Beamten stellten bei der Überprüfung der Personalien fest, dass gegen den Hobbykoch ein Haftbefehl vorlag. Diesen konnte der 27-Jährige gerade noch mit Zahlung einer Geldstrafe abwenden.

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Unfallfahrzeug in Spandau durch Feuer zerstört

Unbekannte setzten heute früh im Falkenhagener Feld ein auf dem Gehweg abgestelltes Unfallauto in Brand. Die zur Pionierstraße alarmierten Polizisten fanden gegen 4.15 Uhr den Renault vollständig ausgebrannt vor. (BLZ)

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25-Jähriger überschlägt sich bei Flucht vor der Polizei mit dem Wagen

Ein 25-jähriger Berliner ist auf der Flucht vor der Polizei mit seinem Wagen von der Straße abgekommen und hat sich überschlagen. Der Wagen blieb im Orsteil Germendorf an einer Grundstückseinfahrt auf dem Dach liegen. Der 25-Jährige wurde dabei leicht verletzt und wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Es bestehe der Verdacht, dass der Mann Alkohol und Drogen zu sich genommen hatte.
Polizeibeamten sei der Mann am Morgen zunächst aufgefallen, weil er nahe einer anderen Unfallstelle im Ortsteil Leegebruch am Straßenrand in seinem Auto schlief. Als die Beamten an der Scheibe klopften, gab der Mann Gas und raste davon. Haltesignale eines Streifenwagens, der sofort die Verfolgung aufnahm, ignorierte der 25-Jährige. In einer unübersichtlichen Kurve sei der Wagen dann bei etwa 50 Stundenkilometern von der Fahrbahn abgekommen. (dpa)
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