Berlin - Nach Informationen der Berliner Zeitung steht der Name des nächsten Polizeipräsidenten, der am Dienstag vom Senat bestimmt werden soll, fest. Innensenator Frank Henkel (CDU) hat sich für einen der fünf Bewerber, die es in die Endrunde geschafft haben, entschieden. Das wurde am Freitag aus Senatskreisen bekannt. Es soll sich um den 51-jährigen Chef der Bundespolizei, Klaus Kandt, handeln.

Offiziell wird der Name geheim gehalten. Kandt, der mit 4500 Mitarbeitern für Berlin und Brandenburg zuständig ist und ein CDU-Parteibuch besitzt, galt von Beginn an als Henkels Favorit. Die amtierende Polizeipräsidentin, Margarete Koppers, hatte sich bereits vergangene Woche aus dem Rennen verabschiedet, indem sie der Innenverwaltung Parteilichkeit bei dem Auswahlverfahren vorwarf.

Henkel traf am Freitag noch eine weitere Personalentscheidung: Der bisherige Referatsleiter in der Innenverwaltung, Bernd Palenda, wird nach dem Rücktritt von Claudia Schmid vorübergehend den Berliner Verfassungsschutz leiten. Es handele sich um eine Interimslösung, teilte Henkel mit. Schmid hatte am Mittwoch wegen der Affäre um geschredderte Akten um Versetzung gebeten.