Berlin - Knapp vier Monate nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten hat die Bundesanwaltschaft weitere Ermittlungsdetails bekanntgegeben. Demnach kommunizierte Attentäter Anis Amri (24) spätestens seit dem 10. November mit einem  Mitglied des  „Islamischen Staates“. Zu ihm hatte Amri auch während der Tat Kontakt. Laut Bundesanwaltschaft war Amri Einzeltäter.

Bis Mitte November hatte der Terrorist vor allem auf Pornoseiten im Internet gesurft. Solche Inhalte dominierten laut Bundesanwaltschaft den Internetverlauf seines Handys.  Ab Mitte November habe sich Amris Surfverhalten geändert.  Ab Anfang Dezember rief Amri fast nur noch islamistisch-dschihadistische Inhalte im Internet auf. 

Das Handy, das Amri am Tatort zurückgelassen hatte, war Ende September einem Schweizer Staatsangehörigen gestohlen worden. Laut toxikologischem Gutachten hatte Amri mehrfach geringe Mengen Cannabis und größere Mengen Kokain im Blut, ob er während der Tat unter Einfluss von Drogen stand, konnte nicht festgestellt werden.

Kurz nach dem Anschlag sei der Terrorist an dem Abend dreimal von Videokameras in Berlin gefilmt worden. Auf den Bildern sei er mit einem Rucksack zu sehen. Zudem habe er die Schuhe gewechselt, was darauf schließen lasse, dass er nach dem Anschlag nochmal in seiner Wohnung war. 

Fest steht aus Sicht der Ermittler, dass Anis Amri allein handelte. „Es haben sich bisher keine Anhaltspunkte dafür finden lassen, dass weitere in Deutschland ansässige Personen in die Tatvorbereitung oder die Tatausführung eingebunden waren“, heißt es in der Erklärung zum Stand der Ermittlungen. (mit dpa)