Berlin - Der Bund hat für 262 seiner rund 4800 Wohnungen in Berlin die Mieten wegen des Mietendeckels abgesenkt. Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Kleine Anfrage der Berliner Bundestagsabgeordneten Lisa Paus (Grüne) zur Verkaufs- und Mietenpolitik der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in Berlin hervor. Der Mietbetrag, auf den die BImA dabei verzichten muss, beläuft sich auf insgesamt rund 18.600 Euro monatlich. Während sich die Miete in den Wohnungen des Bundes in Berlin im Jahr 2019, also vor dem Mietendeckel, auf durchschnittlich 6,78 Euro je Quadratmeter Wohnfläche belief, waren es im Jahr 2020, nach Inkrafttreten des Mietendeckels, nur noch 6,25 Euro je Quadratmeter.

„Das beweist, dass der Mietendeckel wirkt“, sagt die Grünen-Abgeordnete Paus. „Auch der Bund als Vermieter musste die Mieten in seinen Berliner BImA-Häusern um fast 20.000 Euro monatlich senken.“ Es beweise außerdem, „dass auch die BImA die Mietenexplosion mitgemacht und überhöhte Preise verlangt“ habe, kritisiert Paus. „Für die Zukunft muss das anders werden.“ Zum Vergleich: Im Jahr 2018 lag die durchschnittliche Miete in den bundeseigenen Wohnungen noch bei lediglich 5,92 Euro je Quadratmeter. Danach waren die Mieten innerhalb eines Jahres um 86 Cent pro Quadratmeter erhöht worden.

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