Berlin - Für diese teils abenteuerlichen Speisen, die in Berlin als Schulessen angeboten werden, sind aber nur begrenzt die Schulcaterer selbst verantwortlich zu machen. Es ist einfach so, dass das Schulessen nach den Ausschreibungen der vergangenen Jahre immer günstiger angeboten werden sollte, obgleich das Berliner Essen im bundesweiten Vergleich ohnehin billig ist.

Die Forderung der Caterer nach mehr Landeszuschüssen für das Schulessen ist daher durchaus berechtigt – denn die Kosten für Getreide, Energie, auch die Benzinkosten für den Essenstransport steigen seit Jahren. Das wird Berlin, wenn es sein Konzept „Gesunde Schule“ ernst nimmt, also einiges kosten.

Dafür aber sollten Land und Bezirke künftig ganz klare Qualitätskriterien in die Essenverträge hineinformulieren. Denn privatwirtschaftlich agierende Schulcaterer sind keine Säulenheiligen. Im Zweifelsfall nutzen sie die erhöhten Subventionen zur eigenen Renditesteigerung. Deshalb ist es unerlässlich, dass die Qualität des Schulessens einer kontinuierlichen Kontrolle unterliegt. Diese findet derzeit leider so gut wie gar nicht statt und ist sicher ein Grund, wieso manch kulinarische Erbärmlichkeit auf dem Teller eines Kindes landet. Das müssten externe Kontrolleure übernehmen, da die Bezirke selbst dazu wohl nicht in der Lage sein werden.