Gregor Gysi soll helfen und man spürt gleich, dass das einer dieser Termine ist, die ein Politiker wie Gysi mag. Als der Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag am Donnerstagnachmittag aus seiner Limousine steigt, empfangen ihn die Bewohner der Wohnanlage an der Metzer Straße in Prenzlauer Berg sehr freundlich.

Gysi ist einer von ihnen. Die meisten Bewohner sind Rentner, sie haben zu DDR-Zeiten in der Humboldt-Uni gearbeitet und sind in den 1960er-Jahren in diese Anlage mit den 110 Wohnungen in drei Blöcken gezogen. Es gibt viel Grün, die Mieten der Senioren sind so niedrig wie kaum anderswo im begehrten Kollwitzkiez am Wasserturm. Für eine 66 Quadratmeter große Wohnung in gutem Zustand etwa zahlt Klaus Mennicke 350 Euro kalt. „Wir wollten hier alle einen ruhigen Lebensabend verbringen“, sagt der 81-Jährige. „Das war unsere Oase.“

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