HARDY KRÜGER jr.

... scherzt über die Krücken seiner Ehefrau Alice: „Das macht sie nur, weil ich so ein Tanzmuffel bin!“ Beide hatten sich als Neu-Zugezogene auf den Berliner Presseball am Sonnabend im Maritim-Hotel in der Stauffenberg-Straße gefreut und ließen sich das nicht durch eine Verletzung im Ski-Urlaub verderben. Der Schauspieler war sich sicher, dass er und seine Frau trotz der Krücken auf den Ball gehörten: „Seit einem halben Jahr sind wir Berliner. Die Stadt hat uns mit offenen Armen empfangen.“ Und außerdem muss er an sein Ehrenamt denken: „Als Unicef-Botschafter suche ich natürlich den Kontakt zur Presse.“

ALICE BRAUNER

... wollte einfach bloß Spaß haben. Die Filmproduzentin kam mit ihren Söhnen Ben und David und ihrem Mann Michael Zechbauer zum Presseball. Und wenn sie vielleicht am Anfang des Abends noch dachte, es ließe sich irgendwie diskret behandeln, dass sie Geburtstag hat, erledigte sich das in dem Moment, in dem ihr im Rahmen der Eröffnung des Balls ein großer Blumenstrauß an den Tisch gebracht wurde.

Ein ganz besonderes Geschenk zu ihrem 53. Ehrentag befindet sich seit der Ballnacht auf ihrem Mobiltelefon: ein gemeinsames Foto mit der belgischen Torwartlegende Jean-Marie Pfaff. Den lernte sie beim Presseball kennen. Und schon steckte sie wieder in ihrem Beruf: „Er möchte seine Geschichte verfilmen lassen. Darüber haben wir uns hauptsächlich unterhalten.“

FRANZISKA GIFFEY

... scherzte kurz nach ihrem Eintreffen auf dem Berliner Presseball als Reaktion auf die Frage, ob dies einer der angenehmeren Termine für sie sei: „Es gibt schlimmere Schicksale!“ Und dann erlebten die Gastgeber des Abends, dass sie sich da als Eröffnungsrednerin für ihren Ball, mit dem die Feierlichkeiten zu 70 Jahre Bundesrepublik und 30 Jahre Mauerfall starteten, eine Naturgewalt angelacht hatten. Die Bundesministerin trieb mit einem wilden Tänzchen um ein Handmikrofon – ihr waren allerdings die Mikros am Rednerpult zugedacht – den Tontechniker in den Irrsinn. Und wechselte flott zwischen Redemanuskript, Bundestags- und Wahlkampfmodus hin und her. Am Ende gab es einen mehr als freundlichen Applaus dafür.

OL

... hat am Sonntag einen Ausflug nach Sachsen gemacht, um sich ehren zu lassen. Der Cartoonist, der die Leser der Berliner Zeitung mit Serien wie „Die Mütter vom Kollwitzplatz“ und „Jürgen, der Trinker“ unterhält, durfte sich in Radeburg den ersten Heinrich-Zille-Preis abholen, den die Geburtsstadt des Zeichners verlieh. Bei seiner Runde durch den Ort stellte OL fest: „Radeburg ist kuschelig, mit Retro-Charme. Und im Geburtshaus von Zille befindet sich jetzt ein Getränkemarkt, was richtig gut passt.“ Der Heinrich-Zille-Preis gehört zu den besonders zerbrechlichen Ehrungen, denn es handelt sich um eine geschmackvolle Kleinplastik aus Glas. Dementsprechend vorsichtig wird der Preisträger damit umgehen: „Der kommt in die Vitrine.“

MAITE KELLY

... konnte sich am Sonntagnachmittag der Anziehungskraft von Moabit ebenso wenig entziehen wie ihre Sängerkollegen Roberto Blanco, Thomas Anders und Grayham Bonney. Sie waren Ehrengäste der Verleihung der Smago-Awards im Mercure-Hotel Moa, das schon zum vierten Mal für einige Stunden zum Epizentrum der Schlagerbranche wurde. Die meisten der Künstler waren von der ARD-Samstagabendshow „Schlagerchampions“ mit Florian Silbereisen übrig geblieben und hatten für den Smago-Award ihren Berlin-Aufenthalt um einige Stunden verlängert. Unter solch legendäre Recken der Branche wie Frank Zander mischten sich dabei auch Skurrilitäten aus den Versuchskellern der Plattenfirmen wie „Die Schlagerpiloten“ in ihren operettenhaften weißen Uniformen.