Von seinen Mietern ist Klaus Schulze richtig begeistert. „Es ist ein herzlicher Kontakt entstanden“, schwärmt der 66-jährige Kladower. Neulich war er bei dem jungen Ärztepaar zum Essen eingeladen, gemeinsam mit seiner Frau Claudia hat er das Baby seiner Mieter bewundert, und er hat sich gefreut, dass die Neuen von der gesamten Hausgemeinschaft so nett aufgenommen worden sind. „Die Nachbarn haben sogar ein Babybett besorgt.“ Das sei alles so schön, sagt er, „das geht richtig unter die Haut“.

Schulzes Mieter sind Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien. Seit April hat der 66-Jährige dem Paar eine Zwei-Zimmer-Wohnung in Steglitz vermietet. Sie war frei geworden, nachdem Schulzes Mutter in ein Seniorenheim gezogen war. Angesichts des Kriegs in Syrien und dem Leiden der Flüchtlinge wollte er helfen. Von Mensch zu Mensch, wie er sagt. „Stellen Sie sich vor, bei uns wäre Krieg und niemand nimmt Sie auf“, sagt Schulze.

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