Insgesamt vier Kundgebungen hat die rechtspopulistische Bürgerbewegung Pro Deutschland in Berlin abgehalten. Acht - und zum Schluss nur noch sieben - Teilnehmer demonstrierten vor Moscheen in der Weddinger Torfstraße, der Neuköllner Flughafenstraße sowie vor der Al-Nur-Moschee in der Neuköllner Haberstraße und am Abend in der Finowstraße. Nach Angaben der Polizei waren jeweils 25 bis 35 Gegendemonstranten vor Ort.

"Im Vorfeld war überhaupt nicht abzuschätzen, wie viele Gegendemonstranten mobilisiert werden", begründete ein Polizeisprecher die hohe Zahl der Beamten, die eingesetzt wurden. In der Flughafenstraße seien mehrere hundert Gläubige aus einer Moschee geströmt, die sich aber zum Glück absolut passiv verhalten hätten.

Auch an diesem Sonnabend wird die Polizei im Großeinsatz sein. Ab 14 Uhr will in Lichtenberg die Neonazipartei "Die Rechte" demonstrieren. Auch Pro Deutschland plant insgesamt vier Kundgebungen: um 9.30 Uhr vor dem Café Ehrenburg in der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain, ab 11.30 Uhr vor der Autonomen-Hochburg "Köpi" in der Köpenicker Straße in Mitte, dann am Rathaus Kreuzberg, dem "Tommy Weisbecker-Haus" an der Wilhelmstraße. Die letzte Kundgebung ist ab 17.30 Uhr am Flüchtlingscamp am Oranienplatz in Kreuzberg geplant. Polizeiintern wird damit gerechnet, dass rund 1000 Polizisten das Recht auf Versammlungsfreiheit durchsetzen werden.

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