Mehrere hundert Palästinenser haben am Samstagabend in der Nähe der Berliner Fußball-Fanmeile gegen die Angriffe Israels im Gazastreifen protestiert. Polizisten hätten verhindert, dass die von „aufgeheizter bis aggressiver Stimmung geprägte“ Demonstration bis zur Fanmeile gelangen konnte, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Beamte seien teilweise mit Pyrotechnik und Steinen beworfen worden. Zum Schluss seien es 1500 Demonstranten gewesen - darunter auch Vermummte. Elf Beamte wurden den Angaben zufolge verletzt. Es gab zehn Festnahmen. 500 Polizisten waren im Einsatz.

Der Protest, der nicht angemeldet war, hatte kurz nach 18 Uhr am Potsdamer Platz begonnen. Die zunächst etwa 1000 Teilnehmer hätten sich sofort Richtung Fanmeile auf den Weg gemacht, hieß es. Nach einer halben Stunde habe die Polizei schließlich die Menge zum Stehen gebracht - und zurück zum Potsdamer Platz geleitet. Dort ging die Demonstration um 20.45 Uhr zu Ende. Die Polizei schrieb 13 Strafanzeigen, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung, Widerstands und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. (dpa)