Ein Standardzimmer im künftig feinsten Hotel Berlins, dem Waldorf Astoria am Bahnhof Zoo, kostet ab 152 Euro. Die Gäste können bereits Zimmer buchen, vorsichtshalber jedoch erst ab dem 1. Januar 2013. Denn noch weiß keiner ganz sicher, ob nicht vielleicht wieder eine Terminverschiebung droht. Die Eröffnung des Nobelhotels im 118 Meter hohen „Zoofenster“ ist bereits zweimal verlegt worden, weil es Probleme beim Bauen gab, zuletzt mit dem Brandschutz. Offiziell wird von der Hilton-Gruppe, die Deutschlands erstes Waldorf Astoria betreiben wird, der Herbst als Eröffnungstermin genannt. Winteranfang ist am 21. Dezember.

Übergabetermin vereinbart

„Das Waldorf Astoria wird wesentlich vor Weihnachten öffnen“, versichert Jean-Thierry Schüler, der Sprecher der „Zoofenster“-Investoren, ein Fonds aus Abu Dhabi. Am vergangenen Freitag sei mit dem Generalauftragnehmer, der Alpine Bau Deutschland, ein Übergabe-termin für das 32-stöckige Hochhaus vereinbart worden. Nennen will er ihn allerdings noch nicht. Nur so viel: „Das wird im Spätsommer sein.“ Dann werde sich das Waldorf Astoria endgültig im „Zoofenster“ einrichten. Schüler geht davon aus, dass die Probleme beim Brandschutz, insbesondere mit der Steuer- und Regeltechnik, zügig abgearbeitet werden können.

Auch der zuständige Stadtentwicklungs-Stadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, Marc Schulte (SPD), sieht das so: „Die von einem Gutachter aufgezeigten Mängel sind behebbar“, sagt Schulte. Die zweimalige Verschiebung der Eröffnung sei zwar nicht besonders schön: „Aber ich finde es auch beruhigend zu wissen, dass beim Brandschutz nicht geschludert wird. Immerhin geht es um einen Wolkenkratzer.“ Allerdings frage er sich, ob die ursprünglich veranschlagte Zeit von zweieinhalb Jahren für den Bau nicht „von vornherein zu ehrgeizig war“.

Niklot von Bülow, Alpine-Niederlassungsleiter Berlin, bezeichnet das „Zoofenster“ als „ein sehr komplexes Bauvorhaben“. Mit seiner luxuriösen Innenausstattung, seinem insgesamt gehobenen Anspruch und der internationalen Beteiligung sei das Projekt nicht unkompliziert. „Da sind Verzögerungen nicht ungewöhnlich“, sagt er. „Wir bauen hier schließlich keine Abflughalle, sondern ein Hotel, das europaweit Maßstäbe neu definieren soll.“

Das Hochhaus „Zoofenster“ entsteht auf dem ehemaligen Grundstück von Teppich-Kibek zwischen Hardenberg- und Kantstraße. Zehn Jahre lang war dort eine Baugrube. Im März 2009 wurde der Grundstein für das Haus gelegt, das für 230 Millionen Euro nach Entwürfen des Frankfurter Architekten Christoph Mäckler gebaut wird. 232 Zimmer und Suiten wird es im Waldorf Astoria geben, das den größten Teil des „Zoofensters“ einnimmt. Auf der Facebook-Seite des Hotels kann man sich einen Eindruck über das Hotel verschaffen, zum Beispiel darüber, wie die 270 Quadratmeter große Präsidentensuite im 31. Stockwerk aussieht.