Für Fahrgäste, die Muße haben, ist der M 48 ideal. Für jene, die ihre Zeit lieber außerhalb von Bussen verbringen, ist er der Horror. Mal müssen die BVG-Fahrzeuge mit den Autos im Stau stehen, obwohl sie mehr Menschen befördern. Mal endet die Busspur 30 Meter vor einer Kreuzung, auch dort müssen sich die Busse hinten anstellen. Das größte Ärgernis ist eine Ampel auf der Schlossstraße in Steglitz: Wenn die Autos Grün bekommen, müssen die Busse noch vor einem Sondersignal warten. So verrinnt die Zeit.

Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist die Linie M48 zwischen Mitte und Zehlendorf ein gutes Beispiel dafür, was von den Sonntagsreden über den Vorrang des Nahverkehrs in der Praxis zu halten ist: sehr wenig. „Bei der Busbeschleunigung hat der Senat den Rückwärtsgang eingelegt“, sagte Martin Schlegel vom BUND.

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