Probleme mit Lärmschutz: CDU sieht BER-Start in Gefahr

potsdam - Die schleppende Umsetzung entsprechender Maßnahmen für die Anwohner führe dazu, „dass der Eröffnungstermin des Flughafens in Frage stehen könnte“, sagte Partei- und Fraktionschefin Saskia Ludwig am Dienstag in Potsdam. Der rot-roten Landesregierung warf sie vor, „Vogel Strauß zu spielen“. Sie müsse aber dafür sorgen, dass die im Planfeststellungsbeschluss anvisierten Lärmschutzmaßnahmen pünktlich umgesetzt würden.

Auch die Bündnisgrünen im Landtag kritisierten den mangelnden Schallschutz am neuen Flughafen. Es sei ein „Armutszeugnis für die Landesregierung“, sagte ihr Verkehrsexperte Michael Jungclaus. Die Regierung müsse auf die Flughafengesellschaft einwirken, den Lärmschutz zu verbessern – schließlich halte sie als Eigentümer 37 Prozent an dem Unternehmen. Allerdings sei eine Verschiebung des für Juni geplanten Eröffnungstermins in Schönefeld unrealistisch, betonte Jungclaus. Anwohner müssten für übermäßigen Lärm finanziell entschädigt werden.

Auch die SPD fordert vom Flughafenbetreiber, den vereinbarten Lärmschutz zu finanzieren. Entsprechend äußerte sich ihr Fraktionschef Ralf Holzschuher.