Berlin - Die jungen Punks, die an der Ecke Kleine Rosenthaler, Linienstraße von der Polizei gefilzt werden, wirken in dieser durchgestylten Gegend von Mitte fehl am Platz. Knapp 1000 Demonstranten haben sich am frühen Samstagabend versammelt, um für den Erhalt der Linienstraße 206, eines der wenigen verbliebenen alternativen Wohnprojekte in der Spandauer Vorstadt, zu demonstrieren.

Das Eckhaus ist unsaniert. Auf das gräulich-braune Mauerwerk sind Graffitis gesprüht. Im Nachbargebäude gibt es einen schicken Vintageklamottenladen, daneben ein Hotel von Easy Jet und auf der anderen Straßenseite werden Ferienwohnungen vermietet. Die Bewohner der Linienstraße 206 kämpfen gegen ihre Verdrängung und die anderer alternativer Kulturstandorte in Mitte und Prenzlauer Berg. Eine erste Räumungsklage haben sie erhalten, weitere drohen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.