Berlin - Die vor dem Brandenburger Tor in Berlin protestierenden Flüchtlinge haben ihren Hungerstreik unterbrochen. Ein Sprecher der seit Ende Oktober hungernden Asylbewerber verlas am Sonntag eine entsprechende Erklärung. Darin warf er der Bundesregierung vor, sich nicht für das Schicksal der protestierenden Flüchtlinge zu interessieren. Aufgeben wolle die Gruppe aber nicht: „Der Kampf für die uns zustehenden Menschenrechte geht weiter, bis wir unsere Ziele erreicht haben. Dafür sammeln wir ab heute neue Kraft.“

Gemeinsam mit den Asylbewerbern feierten etwa 50 Unterstützer am Nachmittag ein antirassistisches Baumfest. Dazu wurde eine kleine Tanne verkehrt herum aufgestellt, einige Teilnehmer zündeten Lichterkerzen.
Die Flüchtlinge waren Anfang Oktober nach einem 600-Kilometer-Protestmarsch aus Würzburg in Berlin angekommen. Seit Ende Oktober protestieren sie auf dem Pariser Platz und fordern Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die Abschaffung von Sammelunterkünften und der Residenzpflicht für Asylbewerber. (dpa)