Etwa zwei dutzend Aktivisten haben am Dienstagabend das Foyer des Amano-Hotels in der Auguststraße in Berlin-Mitte gestürmt. Damit wollten sie für bezahlbaren Wohnraum in der Stadt protestieren. "Wohnraum statt Investorentraum" stand auf einem ihrer Banner.

Der Protest richtete sich gegen den Besitzer des Hotels, Artur Süßkind. Er ist Mitbegründer der Hotelkette Amano, die in Berlin insgesamt fünf Hotels betreibt. Außerdem will er als Investor die Cuvrybrache in Kreuzberg bebauen, um die es seit Jahren Streit gibt.

Keine Wohnungen auf der Cuvrybrache

Jahrelang hatten die Behörden mit Süßkind über eine Bebauung mit Wohnhäusern verhandelt. Da sie ihn dazu zwingen wollten, auch günstige Sozialwohnungen zu errichten, erklärte Süßkind im März dieses Jahres die Verhandlungen als beendet. Nun baut Süßkind auf dem Grundstück zwischen Cuvrystraße, Schlesischer Straße und Spree ein Hotel, Restaurants, Büroräume und eine Tiefgarage.

Vor dem Eintreffen der Polizei beendeten die Demonstranten ihre Protestaktion und verließen freiwillig das Hotel. Wie ein Polizeisprecher der Berliner Zeitung sagte, sei in dem Hotel nichts beschädigt worden.