Berlin - Gewerkschaften und Sozialverbände haben am Samstag in Berlin für eine höhere Besteuerung von Vermögen demonstriert. Die Veranstalter vom Bündnis „Umfairteilen“ sprachen von 5000 Teilnehmern. Zu den Demonstranten zählten auch Vertreter der Linken-Parteispitze wie Gregor Gysi und Gesine Lötsch. Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske hatte bereits im Vorfeld gefordert, Reiche in Deutschland stärker in die Pflicht zu nehmen. „Wenn schon für die Krise gezahlt werden soll, dann müssen und sollen es die machen, die es sich am ehesten leisten können, nicht die Schwächsten“, sagte er am Samstag im Deutschlandradio Kultur.

Die Auftaktkundgebung begann am Vormittag am Potsdamer Platz. Die Demonstration führte zum Roten Rathaus, wo eine weitere Kundgebung stattfand. Angemeldet waren laut Polizei 7500 Teilnehmer. Der Protest war Teil eines bundesweiten Aktionstages. Große Kundgebungen waren auch in Hamburg, Köln, Frankfurt am Main und Bochum angekündigt. Außerdem waren in zahlreichen weiteren Städten Aktionen vorgesehen

Zu den wichtigsten Forderungen des Bündnisses gehören eine dauerhafte Vermögenssteuer und eine einmalige Vermögensabgabe sowie die wirksame Bekämpfung von Steuerflucht. (dpa)