Arafat Abou-Chaker steht bereits wegen Körperverletzung vor Gericht. 
Foto: Olaf Wagner

BerlinClanchef Arafat Abou-Chaker und der Rapper Bushido waren einst beste Freunde und Geschäftspartner. Nun aber sind sie ärgste Gegner, deren Feindschaft demnächst vor dem  Landgericht ihren vorläufigen Höhepunkt finden wird.

Abou-Chaker wird gefährliche Körperverletzung, Erpressung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Im Herbst 2019 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Clanchef. Ab dem 21. April soll vor dem Landgericht verhandelt werden. Das berichtet die Bild am Sonntag. Das Gericht wollte diesen Termin am Montag noch nicht bestätigen.

Es soll um eine Abfindung gegangen sein

Auf der Anklagebank werden demnach Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder sitzen. Der Clanchef soll am 18. Januar 2018 versucht haben, von seinem früheren Geschäftspartner Bushido eine Abfindung zu erpressen. Dabei soll der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, in einem Büro eingesperrt worden, stundenlang bedroht und geschlagen worden sein.

In dem Prozess geht es offenbar auch um ein Handy, das bei Abou-Chaker gefunden worden sein soll. Damit sollen Gespräche aufgezeichnet worden sein – ohne Wissen der Beteiligten. Einer von ihnen soll der Rapper Capital Bra gewesen sein. In dem Prozess wird er als Zeuge erwartet – ebenso wie seine Kollegen Farid Bang und Kollegah. Bushido ist offenbar als Nebenkläger zugelassen.

Derzeit steht Arafat Abou-Chaker bereits wegen Körperverletzung vor Gericht. Er soll einen Hausmeister geschlagen haben. In einem ersten Prozess war er deswegen zu zehn Monaten Haft verurteilt worden, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Dagegen hatte der Clanchef Berufung eingelegt.