Senftenberg - 2,84 Euro die Stunde – so wenig hat ein Mann aus Lübbenau bei einer IT-Firma verdient. Jede Woche ging er dafür fast 15 Stunden arbeiten, als Verkäufer. Sittenwidrig sei der Lohn, so die Auffassung des Jobcenters Oberspreewald-Lausitz. Am Dienstag mussten sich die beiden Geschäftsführer der IT-Firma aus Lübbenau vor dem Arbeitsgericht in Senftenberg dafür verantworten.

Der Lübbenauer hatte 165 Euro im Monat verdient. Zu wenig, um davon leben zu können. Deswegen gewährte das Jobcenter dem bis dahin arbeitslosen Mann während seiner Anstellung in der Computerfirma von Januar 2010 bis Juni 2013 sogenannte Aufstockungsleistungen. Bei der derzeit laufenden Kontrolle aller Arbeitsverträge in den Brandenburger Jobcentern, bei der landesweit vor allem Stundenlöhne von unter 4 Euro genauer unter die Lupe genommen werden, fiel der Vertrag des Mannes auf.

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