Berlin - Nfamara J. wartet im Stern, so wird die zentrale Halle der Justizvollzugsanstalt in Moabit genannt, ein Rundbau, über den sich eine grüne Kuppel wölbt, und von dem strahlenförmig die fünf Trakte des Gefängnisses abgehen. Ein Justizbeamter hat den Schwarzafrikaner aus der Zelle im Block A 1 in den Stern gebracht. Nfamara J. trägt einen graublauen Pullover, eine braune, viel zu weite Jogginghose und grüne Badelatschen an den nackten Füßen. Ein schüchternes Lächeln huscht bei der Begrüßung über sein Gesicht. Sein Anwalt Burkhart Person hatte gesagt, Nfamara J. würde sich über Zigaretten freuen. Sein Mandant könne es sich nicht leisten, im Gefängnis Zigaretten zu kaufen. Er habe sonst niemanden, der ihn besuche. Und niemanden, der Geld auf das Gefangenenkonto einzahle.

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