Es war mitten am Tag, mitten in Berlin. Der 9. Juli 2013 war ein schöner Sommertag. Bei 28 Grad zog es die Menschen ins Freie. Auch Lima S. Der 46-jährige Mann saß am Nachmittag auf einer Parkbank in der Nähe des Neptunbrunnens am Alexanderplatz. Keine hundert Meter von der Stelle entfernt, an der Jonny K. wenige Monate zuvor zu Tode getreten worden war. Im Herzen der Stadt, in der Nähe des Regierungssitzes - dem Roten Rathaus.

Lima S. ist im afrikanischen Guinea Bissau geboren, er ist dunkelhäutig. Am 9. Juli hätte den Mann mit portugiesischem Pass beinahe dasselbe Schicksal ereilt wie Jonny K., dem 20-jährigen Berliner mit thailändischen Wurzeln. Lima S. wäre von zwei äußerst brutalen Angreifern zu Tode getreten worden, wenn nicht Zeugen couragiert eingegriffen hätten. Die Tat sorgte erneut für Entsetzen. Die Medien berichteten tagelang über den Fall. Innensenator Frank Henkel (CDU) und Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt sprachen von einer „unerträglichen Tat“, sie würdigten aber auch den Mut der Retter.

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