Berlin - Offensichtlich wird der mutmaßliche Mörder der 15-jährigen Noelle nicht wieder in den Maßregelvollzug – die Klinik für psychisch kranke Straftäter – eingewiesen. Denn Bekim H. ist nach Einschätzung der psychiatrischen Sachverständigen Dagny Luther voll schuldfähig. Zwar leide der 42-jährige Angeklagte an einer hirnorganischen Störung, doch habe diese nicht zur Tat geführt, sagte die Medizinerin am Donnerstag vor dem Berliner Landgericht. Bekim H. habe sich immer ausreichend kontrollieren können. Auch einen schweren Rausch zur Tatzeit schloss Luther aus. Dagegen spreche vor allem das Nachtatverhalten. Bekim H. hatte angegeben, vor der Tat zwölf bis 15 Bier getrunken und Drogen genommen zu haben.

Bekim H. ist angeklagt, in der Nacht zum 5. August des vorigen Jahres die Gymnasiastin Noelle C. auf einer Brache der Rummelsburger Bucht in Lichtenberg gewaltsam entkleidet und dann versucht zu haben, sie zu vergewaltigen. Um die Tat zu vertuschen, soll der Angeklagte das Mädchen erwürgt und die Leiche in einem Gebüsch versteckt haben. Am nächsten Morgen informierte er seinen Anwalt, der mit ihm zur Polizei ging.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.