Berlin - Es könnte als Antwort der Fitnessbranche auf die sogenannten Click-&-Collect-Angebote des Einzelhandels verstanden werden. Während dort dringend Benötigtes online bestellt und vor Ort abgeholt werden kann, kann man sich bei der Fitnesskette Mcfit neuerdings in ähnlicher Weise trotz Lockdown zum kollektiven Outdoor-Sport treffen. In zehn deutschen Städten lädt der Gym-Discounter auf eigens angemieteten Parkplätzen zum harten „Workout mit schweren Gewichten“ und verspricht dabei „maximale Sicherheit für das, was uns am Wichtigsten ist: deine Gesundheit“.

Pumpen auf Beton für die Gesundheit? Wer in Zeiten nötiger Kontaktbeschränkungen Zusammentreffen organisiert und sich dafür auf den Gesundheitsgedanken beruft, wirkt wenig glaubwürdig. Aber Mcfit meint, die Lücke im Verbots-Katalog gefunden zu haben, die in erster Linie die Fortführung des eigenen Geschäftsmodells möglich macht. Der Drang dazu ist nachvollziehbar, zumal Lockdown-Verbote und Lockdown-Ausnahmen immer schwerer zu verstehen sind und beispielsweise spielende Bundesligisten bei so manchem ums Überleben kämpfenden Fitnessstudio-Betreiber die Wut wachsen lassen dürften.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.