Radfahrer-Unfall bei Radrennen in Berlin-Wannsee: Unfallursache unklar, Fahrer schildert Unfallhergang

Berlin - Nach dem Unfall bei einem Radrennen in Berlin-Wannsee besteht für keinen der Verletzten mehr Lebensgefahr. Das teilte die Polizei am Montagmorgen mit. Mehrere Teilnehmer des Frühjahrsrennen des Radsport Club Charlottenburg (RCC) waren am Sonntagmittag gegen 12 Uhr auf dem Nikolskoer Weg ungebremst gegen einen Pkw gefahren.

Laut Fahrer stoppte ein Polizist den Wagen

Wieso der weiße Audi-SUV, laut Zeugen mit hannoveraner Kennzeichen, auf der Strecke stand, war am Montagmorgen noch unklar. Die Insassen des Autos hatten angegeben, auf der Straße unterwegs gewesen zu sein, weil sie im nahegelegenen Wirtshaus Moorlake essen wollten.

In der Berliner Morgenpost schildert der 52-jährige Fahrer, wie es aus seiner Sicht zu dem Unglück kam. Demnach hatte ihn an der Königstraße ein Ordner auf die Straße durchgelassen, wo er langsam weiterfuhr. Dann sei von hinten ein Motorrad herangefahren und der Fahrer habe ihm „schneller, schneller“ zugerufen.

Zwei Radler prallten auf das Auto

Nur wenig später habe ihn direkt hinter einer Linkskurve ein Polizist angehalten. "Er wollte, dass wir auf einen Parkplatz fahren, wir wollten nach links von der Straße fahren", sagte der Mann der Zeitung. "Als ich losgefahren bin, rief der Polizist noch Stopp, aber da sind die beiden Radfahrer schon hinten raufgefahren."

Zwei Teilnehmer des Rennens konnten dem Hindernis nicht mehr ausweichen und prallten ungebremst gegen das Fahrzeug. Ein dritter Radfahrer konnte zwar ausweichen, kollidierte dann aber mit einem Ordner und verletzte diesen und sich selbst. Alle vier Verletzten kamen in Krankenhäuser. (BLZ)