Die Forderung ist klar, die Wunschliste lang. „Wir verlangen sicheres und komfortables Radfahren jetzt“, sagt Heinrich Strößenreuther von der Initiative Volksentscheid Fahrrad. Seine Mitstreiter und er verlangen zahlreiche Verbesserungen und millionenschwere Investitionen: mehr Wege, mehr Platz auf Straßen und Kreuzungen, mehr Stellplätze. Nun hat der Senat auf den Vorstoß erstmals reagiert – und zwar sehr kritisch. „Als Verkehrssenator bin ich für alle Mobilitätsarten verantwortlich, nicht nur für das Radfahren. Was ich nicht möchte, ist, dass sich eine Verkehrsart radikal gegen alle anderen durchsetzt und alle anderen benachteiligt“, sagte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD).

„Die Forderungen zeigen die Stärken und die Schwächen der direkten Demokratie“, sagte Geisel der Berliner Zeitung. „Ihre Stärke ist, dass die Diskussion über ein Thema, das für die Stadt wichtig ist, fokussiert wird. Ihre Schwäche ist, dass das geplante Fahrrad-Volksbegehren zwischen den verschiedenen Mobilitätsarten und Interessen keinen Ausgleich herstellt – so wie es meine Aufgabe als Verkehrssenator ist. Stattdessen wird versucht, radikal ein Interesse gegen das aller anderen durchzusetzen.“

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