Berlin - „Berlin ist viele Städte!“ Darauf sind die meisten Berliner stolz, nicht nur die Spandauer und Köpenicker. Die legendäre Vielfalt Berlins ist Ausdruck einer besonderen Geschichte. In den 1860er-Jahren begann eine stürmische Entwicklung, die Berlin aus einer bescheidenen preußischen Hauptstadt zu einer der größten Städte der Welt, zu einer „Weltstadt“ machte. In kurzer Zeit, zwischen den 1880er-Jahren und dem Ersten Weltkrieg, wurde die soziale und städtebauliche Geografie von Berlin geschaffen, wie wir sie heute noch kennen. Das war eine Zeit ungezügelten Wachstums voller Härten, ohne Schutz der Mieter, mit vornehmen Villenvierteln im Westen und Südwesten sowie hoffnungslos überbelegten Wohnungen in den Arbeitervierteln im Norden, Osten und Südosten Berlins.

Doch in kommunaler Hinsicht war das alles schon nicht mehr Berlin. Denn Berlin war damals noch klein, es hatte nur wenig mehr als die Größe der heutigen Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg. Das Wachstum fand vor allem um „Klein-Berlin“ herum statt, wo alte und neue Städte und Gemeinden, etwa Rixdorf, Steglitz, Weißensee, hinsichtlich ihrer Einwohnerzahl explodierten.

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