In Tempelhof hat eine Gruppe junger Männer in der Nacht zu Freitag randaliert und einen Polizisten verletzt. Nach Informationen der Berliner Zeitung handelt es sich um Soldaten der Bundeswehr.

Laut Pressestelle der Polizei wurden gegen 1 Uhr Zivilfahnder zu randalierenden Personen an der Boelckstraße, Ecke Bayernring alarmiert. Als die Beamten eintrafen, stellten sie zunächst vier betrunkene Männer im Alter von 21, 24, 26 und 27 Jahren an der Kreuzung fest.

Der 24-Jährige verhielt sich laut Polizei „unkooperativ, aggressiv und laut“.  Während sich die Zivilfahnder als Polizisten zu erkennen gaben, trat von hinten ein 29-Jähriger, der offenbar ein Begleiter des Quartetts war, an einen Beamten heran und rempelte ihn an.

Anschließend versuchte der 29-Jährige, einem Ermittler ins Gesicht zu schlagen. Diesem Angriff konnte der Polizist ausweichen. Ein zweiter Schlag traf den Fahnder dann am Unterkiefer. Zwei Kollegen des Attackierten wehrten sich mit Pfefferspray, brachten den Angreifer zu Boden und legten ihm Handfesseln an.

Hinzugerufene Rettungssanitäter versorgten den Schläger und die beiden Beamten, die das Reizgas eingesetzt hatten und selbst Augenreizungen erlitten hatten. Anschließend wurde der Festgenommene zur Gefangenensammelstelle gebracht und nach erkennungsdienstlicher Behandlung und Blutentnahme entlassen.

Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren ein und informierte über den Vorfall das zuständige Feldjägerkommando der Bundeswehr.